Stadt Meschede schlägt Ausbau des Feuerwehrhauses vor

Modernisierung geplant

Einige „Generationen“ an Feuerwehrkameraden hat mittlerweile das Feuerwehrhaus in der Fritz-Honsel-Straße erlebt.

Weil das Gebäude den heutigen Ansprüchen an moderne Feuerwehrarbeit nicht mehr genügt, schlägt die Stadt Meschede einen umfangreichen Um- und Ausbau vor.

Insgesamt 2,8 Millionen Euro will die Stadt Meschede in den Jahren 2014 bis 2016 für das Projekt bereitstellen – sofern die Mittel im städtischen Haushalt finanziert werden können. Seit dem Jahr 1965 ist der Löschzug Meschede der Freiwilligen Feuerwehr in den Räumen an der Fritz-Honsel-Straße untergebracht. Seitdem habe sich das Aufgabenprofil der Feuerwehren deutlich verändert und ausgeweitet, so Jochen Grawe, Leiter des Fachbereichs Ordnung und Allgemeiner Vertreter des Bürgermeisters: „Der Baukörper in seiner jetzigen Form wird den Aufgaben gerade einer Stützpunktwehr nicht mehr gerecht.“

Bereits 2005, als der aktuelle Brandschutzbedarfsplan verabschiedet wurde, hat die Stadtverwaltung darauf hingewiesen, die Unterbringung des Löschzugs Meschede den Aufgaben anzupassen – zumal in Meschede Fahrzeuge und Geräte für das komplette Stadtgebiet bereitstehen.

Die Liste an Problemen ist umfangreich: Die Unterbringung der Großfahrzeuge entspricht nicht den Unfallverhütungsvorschriften. Einzelne Anhänger müssen in externen Garagen oder in „zweiter Reihe“ in den Fahrzeughallen untergebracht werden.

Erheblicher Renovierungsbedarf

Die Situation der Umkleiden und sanitären Anlagen entspricht nicht mehr modernen Standards; zudem ist das Feuerwehrhaus nicht barrierefrei. Räume für Wehr- und Löschzugführung sind zu klein oder nicht vorhanden – ebenso fehlen Lagermöglichkeiten für Verbrauchsstoffe. Geräte, Werkstätten und Kleiderkammer befinden sich im Keller und sind nur schwer zugänglich. Und nicht zuletzt weist das Gebäude selbst erheblichen Renovierungsbedarf auf. Bereits seit einiger Zeit laufen deshalb zwischen Wehr- und Löschzugführung sowie dem Fachbereich Infrastruktur der Stadt Meschede Gespräche über eine zukunftssichere Unterbringung des Löschzugs. Dadurch, dass der frühere Bauhof abgerissen worden ist und durch die geplante Nutzung von Rinschen Park ergeben sich nun ausreichende Möglichkeiten für eine Erweiterung.

Wichtig dabei: Normgerechte Garagen für große Fahrzeuge, die bereits jetzt vom Löschzug genutzt werden oder die künftig einmal beschafft werden. Jochen Grawe: „Wir wollen jetzt eine dauerhafte Lösung für den Löschzug Meschede schaffen.“ Das jetzt noch vorhandene Wohnhaus wird dann nicht mehr benötigt und wird abgerissen.

Die von der Stadt Meschede ermittelten Baukosten liegen – inklusive Einrichtung – bei 2,8 Millionen Euro. Im Haushaltsjahr sollen davon 600.000 Euro bereitgestellt werden, in den beiden Folgejahren zunächst 1,5 Millionen Euro, dann 700.000 Euro. Jochen Grawe: „Die Freiwillige Feuerwehr leistet ehrenamtlich einen überaus wichtigen Dienst für die Stadt Meschede und ihre Bürger. Dafür brauchen sie vernünftige und angemessene Bedingungen.“

Den endgültigen Beschluss trifft der Stadtrat dann voraussichtlich in seiner Sitzung am Donnerstag, 17. Oktober.

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