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Mit Musik, Herz und Seele ins Finale

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Die drei Finalisten: Daniel Ceylan umringt von Frauenpower in Form von Meltem Acikgöz (l.) und Aneta Sablik. Alle Infos zu "Deutschland sucht den Superstar" im Special bei RTL.de: www.rtl.de/cms/sendungen/superstar.html Foto: RTL / Frank Hempel
Die drei Finalisten: Daniel Ceylan umringt von Frauenpower in Form von Meltem Acikgöz (l.) und Aneta Sablik. Alle Infos zu "Deutschland sucht den Superstar" im Special bei RTL.de: www.rtl.de/cms/sendungen/superstar.html Foto: RTL / Frank Hempel

Es war zweifellos der Abend des Daniel Ceylan. Im Halbfinale der RTL-Castingshow „Deutschland sucht den Superstar“ überzeugte der Mescheder am Samstagabend mit zwei nach Angaben von Chefjuror Dieter Bohlen „spitzensuperunterhaltsamen“ Performances und riss sowohl die gesamte Jury als auch das begeisterte Publikum im Coloneum im Kölner Stadtteil Ossendorf und wohl auch zuhause vor den TV-Bildschirmen gleichermaßen von den Sitzen. Für den 28-Jährigen war dieser Auftritt der lang ersehnte Befreiuungschlag, der ihn direkt ins große Finale am kommenden Samstag (20.15 Uhr auf RTL) bugsiert und seinen Traum vom Superstar zum Greifen nah macht.

„Music, Heart and Soul“, also „Musik, Herz und Seele“ stand auf den T-Shirts der rund 50 mitgereisten Fans aus dem Sauerland, die Daniel wie immer leidenschaftlich und lautstark unterstützten und das Weiterkommen des Mescheders nach Bekanntgabe des Zuschauervotings mit langezogenen „Finaaallleee oho“-Gesängen gebührend feierten.

Musik, Herz und Seele - drei Elemente, die den Weg des Finalisten bei DSDS und auch ihn selbst kaum besser charakterisieren könnten.

An der Musik hat es oftmals gehapert, weshalb sich Daniel - etwa letzte Woche - teils scharfe Töne aus der Jury gefallen lassen musste und nach den Shows auch sehr selbstkritisch mit sich ins Gericht ging. Nicht so an diesem Samstag. „Finale, das ist der Wahnsinn! Mir geht es echt hervorragend. Ich bin das erste Mal fast komplett mit mir zufrieden“, ließ ein sichtlich enstpannter Daniel Ceylan im Pressegespräch im Anschluss an die Sendung einen Blick in sein Gefühlsleben zu. Grund zur Zufriedenheit gab es auch allemal, schließlich hatte schon die vierköpfige Jury zuvor den Mescheder für seine gefühlvolle Darbietung von Michael Boltons "How Am I Supposed To Live Without You" und insbesondere für seine völlig verrückte Inszenierung zu "For You" von The Disco Boys, bei der er etwa auf einer Trage zur Bühne gefahren wurde und mit Tänzern in Zwangsjacken performte, in den höchsten Tönen gelobt. Genau diese Einstellung begeistert etwa Juror Prince Kay One: „Was ich bei dir bewundere: Du zeigst wirklich dieses Kämpferherz, da ist einfach jedes Mal eine Steigerung.

"Du singst um dein Leben"

"Stichwort „Herz“: das schien der Sauerländer an diesem Abend in beide Hände zu nehmen. Irgendwie befreit wirkte der 28-Jährige, als er für seine Performances auf der Bühne stand. Keine Texthänger, keine Unkonzentriertheiten, sondern 100 Prozent Daniel. Ob es an der Heilerin lag, deren Hilfe Daniel im Vorfeld der Show in Anspruch nahm, wie in einem amüsanten Beitrag zu sehen war? „Anscheinend hat es geholfen“, entgegnete der Mescheder auf Nachfrage und musste dabei selbst schmunzeln. Auch die Jury hat da so eine Vermutung: „Diese Wunderheilerin…da kann man lachen, aber ich finde wirklich, da ist was geplatzt. Du hast das super hammer gemacht“, meinte etwa Dieter Bohlen, der Daniel „den besten Auftritt, den du bisher hier hattest“ attestierte. Der Hochgelobte selbst sieht die Sache in seiner typischen Art und Weise etwas pragmatischer: „Ich hab einfach mein Ding gemacht“.

Sein Ding gemacht - genau das ist es wohl, was bei den Zuschauern so gut ankommt und auf den Fan-Shirts mit der Komponente „Seele“ bezeichnet wird. Daniel Ceylan ist authentisch und sowohl auf als auch abseits der Bühne einfach nur er selbst. Jurorin Mieze Katz brachte es im Anschluss an seine Performance des Michael Bolton Songs auf den Punkt: „Du schreist vor Freude, du weinst vor Freude, du singst hier wirklich um dein Leben, du kämpfst um jeden Ton und ich zitter auch wirklich mit dir“.

Vom Teilzeitjobber zum Superstar?

Zittern heißt es am kommenden Samstag auch für alle Daniel Fans noch einmal. Im großen Finale stehen sich in diesem Jahr nämlich erstmals nicht nur zwei sondern gleich drei Kandidaten gegenüber. Diese Überraschung gab Dieter Bohlen zu Beginn der Sendung bekannt. Nach dem Ausscheiden von Richard Schlögl trifft Daniel nun im Finale mit Meltem Acikgöz und Aneta Sablik auf echte Frauenpower. Einen Vor- oder Nachteil sieht der Mescheder darin aber nicht. „Es ist egal, ob zwei oder drei Leute im Finale sind. Die sind alle hier so hammer, da muss man eh einfach nur abliefern“. Für das Finale hat sich Daniel, der aufgrund des Einübens von drei Songs eine „kurze Woche“ erwartet, vor allem vorgenommen, „Ehrgeiz“ und „Motivation“ zu zeigen. Dass neben den Komponenten Musik, Herz und Seele vor allem seine Fans den 28-Jährigen mit ihren Stimmen bis ins Finale gebracht haben, weiß Daniel natürlich auch über alle Maßen zu schätzen. Zum Abschluss des Pressegespräch appellierte er deshalb an seine Heimat, nochmal alle Kräfte zu mobilisieren: „Ich bin so nah dran an meinem Traum. Dafür brauch ich aber nochmal alle Unterstützung, vor allem von meinen Fans aus dem Sauerland, die mich bisher so wahnsinnig weit gebracht haben“.

Und wer weiß, ob nicht am späten Samstagabend dann die wundersame Geschichte „Vom Tellerwäscher zum Millionär“ in Bezug auf Daniel endültig lauten muss: „Vom Teilzeitjobber zum Superstar“.

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