Pastoralteam und die Kirchenvorstände sollen entlastet werden

Axel Hesse übernimmt ab Januar Verwaltungsleitung im Pastoralen Raum Meschede Bestwig

Pfarrer Michael Schmitt Meschede Axel Hesse
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Pfarrer Michael Schmitt (rechts) ist froh, dass Axel Hesse für den Pastoralen Raum Meschede Bestwig zukünftig die administrative Leitung der Verwaltungsaufgaben übernimmt.

Axel Hesse wird ab Januar Verwaltungsleitung im Pastoralen Raum Meschede Bestwig. Als Verwaltungsexperte soll er künftig den leitenden Pfarrer Michael Schmitt und elf ehrenamtliche Kirchenvorstände in 17 Pfarrgemeinden entlasten.

Meschede/Bestwig – Bisher war das Bankrecht eines der wichtigsten Bücher, mit denen sich Axel Hesse tagtäglich beschäftigte. Als Bankbetriebswirt bestimmten Zahlen und Statistiken sein alltägliches Leben. Ab dem 1. Januar wird für ihn einiges anders: Zwar werden die Zahlen und die Betriebswirtschaft auch noch ein Teil seines Berufslebens bleiben, aber als erste Verwaltungsleitung im Pastoralen Raum Meschede Bestwig wird sein Aufgabenspektrum viel umfassender sein.

Natürlich ist im Sauerland die Zeit nicht stehengeblieben: In schönmalerischen Bildern mag das Dorfleben noch auf die Sonntagsmesse und das Schützenfest reduziert sein. Aber längst gehört der wöchentliche Kirchgang hier nicht mehr zur Selbstverständlichkeit und die schönste Landschaft schützt vor Alltagssorgen nicht.

Gesellschaftlicher Wandel zwingt zu Anpassungen

Die katholischen Kirchengemeinden können davon ein „Lied singen“. Der gesellschaftliche Wandel zwingt zur Anpassung und um die Zukunft der kirchlichen Strukturen zu ermöglichen, müssen neue Wege gegangen werden. So schafft das Erzbistum Paderborn durch den Zusammenschluss von Kirchengemeinden zu Pastoralen Räumen neue Einheiten, die oftmals große Regionen umfassen. In Meschede und Bestwig genauso, wo 17 ehemals selbstständige Pfarrgemeinden heute einen gemeinsamen Pastoralen Raum bilden.

Dieser Zusammenschluss birgt aber neben der Chance für eine zuverlässige seelsorgliche Betreuung aller Gläubigen auch die Gefahr, dass gerade die leitenden Pfarrer und die ehrenamtlichen Kirchenvorstände durch die wachsende Verantwortung und speziellen Herausforderungen an ihre Grenzen stoßen. Eine neue Funktion soll hier helfen: Die hauptamtliche Verwaltungsleitung soll künftig vor Ort unterstützen. Dieses neue Amt wird ab dem 1. Januar von Axel Hesse ausgefüllt.

Ein wichtiges Bindeglied

Das Pastoralteam und die Kirchenvorstände durch die Übernahme der Verwaltungsarbeit wirksam entlasten – das ist das vorrangige Ziel der Verwaltungsleitungen. „Sie sind ein wichtiges Bindeglied zwischen der Seelsorgeeinheit vor Ort und der Kirchenverwaltung in den Gemeindeverbänden. Sie sind auf beiden Seiten ‚am Puls der Zeit‘ und können so koordinieren, entlasten und vermitteln“, fasst Petra Sapp, zuständige Fachbereichsleitung der Gemeindeverbände im Kooperationsraum, zusammen.

„Bislang waren Außendienstmitarbeiter der Gemeindeverbände in den Pastoralen Räumen vor Ort tätig. Verwaltungsleiter erhalten künftig von den Kirchenvorständen und leitenden Pfarrern deutlich umfassendere Entscheidungsbefugnisse. Etwa in den Bereichen Personal, Haushalt und Bau“, führt Petra Sapp weiter aus. Bislang sind 13 Verwaltungsleitungen in den Gemeinden im Kooperationsraum Mitte tätig. Zwölf weitere werden 2021 dazukommen. Einer von ihnen ist Axel Hesse.

Baumaßnahmen und andere Aufgaben

Dass die neue Verwaltungsleitung Freiräume schaffen wird, dem ist sich Pfarrer Michael Schmitt sicher. „Die Größe und die Vielfalt unseres Pastoralen Raums bringt schon an sich sehr viele Aufgaben in der Verwaltung mit sich. In naher Zukunft werden viele Baumaßnahmen auf uns zukommen, wie etwa die Neubau- und Sanierungsarbeiten am Stiftsforum St. Walburga in Meschede. Deswegen war es für uns wünschenswert und notwendig, diese Stelle schnell zu besetzen.“ Der leitende Pfarrer ist daher sehr froh, mit Axel Hesse eine kompetente Fachkraft zu haben. „Sein Fachwissen, aber auch seine Persönlichkeit lassen bei mir keine Zweifel, dass sich Herr Hesse in unserem Pastoralen Raum gut einbringen wird“, ist der leitende Pfarrer sicher.

„Die Kirchenverwaltung ist in erster Linie Dienstleister für alle, die das Leben in den Gemeinden und im Pastoralen Raum gestalten“, betont Axel Hesse. „Seelsorger und Ehrenamtliche brauchen freie Zeit, damit die Glaubensgemeinschaft in den 17 Ortskirchen funktionieren kann“. Wie wichtig Gemeinschaft ist, weiß der Arnsberger nicht zuletzt durch sein Engagement in der Freiwilligen Feuerwehr. „Nur gemeinsam können wir die Herausforderungen der Zukunft meistern und Kirche mit Leben füllen.“

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