Weitreichende Praxiserfahrung

Neue Wege in der Krise - Jugendherbergen bieten sich für Sondernutzungen an

Auch die Jugendherberge Winterberg bietet sich für eine Sondernutzung an.
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Auch die Jugendherberge Winterberg bietet sich für eine Sondernutzung an.

Ob als zusätzliche Klassenräume, als Impfzentren und Quarantäne-Stationen, für die Unterbringung von Geflüchteten oder obdachlosen Menschen: Die Jugendherbergen in Westfalen-Lippe, zu denen unter anderem im Hochsauerland Standorte in Winterberg und am Sorpesee zählen, bieten Land und Kommunen die aktuell geschlossenen Herbergen ab sofort für verschiedene Sondernutzungen an.

Hochsauerland - „Unsere Häuser verfügen nicht nur über die passende Ausstattung, etwa, weil die vorhandenen Gruppenräume schnell für verschiedene Zwecke umfunktioniert werden können, sondern mit unserem Fachpersonal ist zum Beispiel auch die Verpflegung kein Problem“, erläutert Guido Kaltenbach als Geschäftsführer der Jugendherbergen in Westfalen-Lippe das Unterstützungsangebot.

Denkbar sei sowohl die exklusive Nutzung des Hauses inklusive aller Zimmer und Betten, Aufenthalts- und Seminarräume oder auch eine Teilnutzung. „Wir sind offen für alle Vorschläge und bringen gerne unsere Erfahrungswerte ein“, erläutert Kaltenbach weiter. So verfügten alle Jugendherbergen über umfangreiche, praxiserprobte Hygienekonzepte sowie geschulte und erfahrene Mitarbeiter.

Im Bereich der Sondernutzungen bringe der Landesverband zudem schon weitreichende Praxiserfahrungen mit: So wurden und werden die Jugendherbergen Bielefeld, Biggesee und Tecklenburg als Unterkunft für Geflüchtete genutzt; am Möhnesee sind zudem Soldaten untergebracht, die Gesundheitsämtern bei der Kontaktverfolgung helfen. „Nicht zuletzt verfügen die Herbergen meist auch über attraktive, große Außengelände mit Spielgeräten für Pausenzeiten – was vor allem für die Schulnutzung ein Pluspunkt ist“, so der Geschäftsführer weiter.

„Als gemeinnütziger Verband ist es für uns selbstverständlich, einen Beitrag zur Bewältigung der Pandemie zu leisten und zudem auch in der Krise neue Wege zu gehen“, sagt Guido Kaltenbach. Gleichzeitig könnten Einnahmen aus solchen Sondernutzungen den Jugendherbergen auch helfen, die enormen wirtschaftlichen Verluste durch die Corona-Pandemie zumindest etwas abzufedern.

Vertreter von Land, Kommunen, Behörden und weiteren Organisationen können bei Interesse oder Fragen zu möglichen Sondernutzungen gerne direkt Kontakt zum DJH Landesverband-Westfalen-Lippe aufnehmen: Mail: sondernutzung@djh-wl.de, Tel. 02331/9514-13

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