Andreas Diemel-Kotthoff übergibt Zepter an Nachfolger

Matthias Peus ist neuer Hauptmann der Mescheder St. Georgs-Schützen

Matthias Peus übernimmt das Zepter des scheidenden Andreas Diemel-Kotthoff als neuer Hauptmann der St. Georgs-Schützenbruderschaft Meschede.

Meschede. „Damit hätte ich nicht gerechnet“, so Andreas Diemel-Kotthoff am Ende seiner letzten Generalversammlung als Schützenhauptmann der St. Georgs-Schützenbruderschaft Meschede. Denn alle Posten, die zur Wahl standen, waren zum Schluss mit neuen Amtsinhabern besetzt und die Bruderschaft ist somit weiterhin voll geschäfts- und handlungsfähig.

Viel wurde in den letzten Wochen darüber spekuliert, ob es überhaupt einen Nachfolger von Schützenhauptmann Andreas-Diemel-Kotthoff geben wird und selbst während der vierstündigen Sitzung sah es lange Zeit nicht so aus. Doch dann erklärte sich der bis dato stellvertretende Schützenhauptmann Matthias Peus bereit, sich zur Wahl zu stellen. Mit überwältigender Mehrheit wurde der Schützenkönig aus dem Jahr 2014 anschließend zum neuen Hauptmann gewählt.

Für die Wahl zum neuen Hallenmeister schlug die Versammlung im Anschluss Hubert Siebers vor, der von der Versammlung bestätigt wurde und die Nachfolge von Klaus Lehnhäuser antritt. Dann stand die Wahl des Kassierers auf der Tagesordnung. Zu diesem Zeitpunkt der Versammlung war kein Schützenbruder bereit, dass verantwortungsvolle Amt zu bekleiden, sodass dieses Amt weiterhin in Vertretung von Schriftführer Andre Sonntag ausgeführt werden sollte.

Unter dem Punkt Ergänzungswahlen stand nun durch die Wahl von Matthias Peus zum Hauptmann das Amt des stellvertretenden Schützenhauptmanns zur Disposition. Hier erklärte sich spontan Franz Gierse dazu bereit, das Amt zu bekleiden. Der 67-Jährige, ebenfalls Mitglied der Königsvereinigung als König aus dem Jahr 2006, wurde anschließend von den Schützenbrüdern gewählt.

"Verrückter als Schalke, bunter als Hollywood"

Als alle Teilnehmer dachten, die Versammlung sei nun zu Ende, erklärte Christian Maas, Schützenkönig 1998, seine Bereitschaft, sich als Kassierer der Bruderschaft zur Wahl zu stellen. Auch er wurde natürlich von der Versammlung gewählt und die Bruderschaft hat somit wieder eine handlungsfähige Struktur mit bekannten Gesichtern. Alle neuen Posten wurden – bis auf den Hallenmeister (vier Jahre) – erst einmal für die Dauer von zwei Jahren gewählt.

Die wirtschaftliche Situation der Bruderschaft ist weiterhin gut, jedoch wurde im letzten Jahr rund 10.000 Euro an Liquidität abgebaut. „Das liegt in erster Linie daran, dass die Veranstaltungen im letzten Jahr nicht gelaufen sind“, resümierte Andreas-Diemel-Kotthoff bei seinem Geschäfts- und Kassenbericht und animierte die Schützenbrüder dazu, die Feste der Bruderschaft zu besuchen wie beispielsweise in diesem Jahr die Public-Screening Veranstaltungen zur Fußball-Europameisterschaft, die in der St. Georgs-Halle wieder stattfinden werden.

Das Sorgenkind bleibt weiterhin der Schießstand der Schießsportabteilung, der dringend saniert werden muss. Die Kosten sind aber derzeit für die Bruderschaft nicht realisierbar, sodass man hier weiterhin auf Spenden und viel Eigenleistung angewiesen sein wird.

Am Ende der Versammlung war die Zeit für den ausgeschiedenen Hauptmann Andreas Diemel-Kotthoff, ein Fazit zu ziehen: „Es ist zwar manchmal verrückter als Schalke, bunter als Hollywood und bekloppter als Dortmund, aber irgendwie auch schön. Ich habe das getan, was ich gut konnte und kann. Das habe ich gerne getan. Aber jetzt ist es auch gut.“

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