Ein neues Kapitel im Streit um das Lehrschwimmbad

Streitpunkt : Das Lehrschwimmbad in Freienohl. Foto: Heimann

Trägerverein sieht Gespräche gescheitert und greift Hess an

[IMGZOOM=import/bilder/R47-HS74555.jpg][/IMGZOOM] Freienohl. (daholz)

Der Trägerverein Lehrschwimmbad Freienohl betrachtet die Gespräche mit der Stadt Meschede bezüglich eines Weiterbetriebes des Bades als gescheitert. Für Bürgermeister Uli Hess kam diese Nachricht völlig überraschend. Die Vorwürfe, welche der Verein in seiner Pressemitteilung formuliert, weist der Bürgermeister entschieden zurück."Die wohl aus taktischen Gründen von der Verwaltung geweckte Erwartungshaltung des Trägervereins und der Freienohler Bevölkerung wurde im entscheidenden Gespräch mit den Verantwortlichen der Stadt Meschede maßlos enttäuscht", schreibt Reinhard Löper, Vorsitzender des Trägervereins, in der offiziellen Pressemitteilung. Mit dieser Aussage ist Hess überhaupt nicht einverstanden. "Ich bin und bleibe für den Erhalt des Bades", betonte er. Am Montag setzten sich Vertreter beider Parteien zusammen, um über die Zukunft des Lehrschwimmbads zu diskutieren. Rund zwei Drittel des Gesprächs drehten sich laut Hess um die rechtliche Verantwortung. Im Falle einer Übernahme durch den Trägerverein, ist eine weitere Versicherung über die GVV nicht mehr möglich. Die müsste dann vom Trägerverein geleistet werden. Es bleibt ein Restrisiko, das die Verantwortlichen nicht tragen wollen. In der Pressemitteilung des Trägervereins spielt die rechtliche Verantwortung jedoch keine Rolle. Hier geht es um das liebe Geld.

"Ausgehend von der Bereitschaft der Stadt, den Verein bei seinen Bemühungen zu unterstützen, erfuhr der Trägerverein vor allem in dem maßgeblichen Verhandlungspunkt der Anschubfinanzierung (zwei mal 50.000 Euro) eine klare Abfuhr", so Löper. Bürgermeister Hess verwies auf die schwierige finanzielle Lage der Stadt.

"Tür nicht zugeschlagen"

Außerdem sei seinerzeit im Falle des Grevensteiner Bads eine solche Finanzierung auch abgelehnt worden. Das Fazit des enttäuschten Löper bezüglich der Gespräche: "Die Verwaltungsspitze hat als Dienstleister ein weiteres Stück an Glaubwürdigkeit und Bürgernähe verloren." Aber Löper fährt noch schwereres Geschütz auf. "Bundespräsident Köhler hat mehr denn je Recht, wenn er sagt, dass in unserem Land innovative Gestalter und keine durchschnittlichen Verwalter gefragt sind", heißt es in der Pressemitteilung — Aussagen, die Hess verärgert haben.

Dennoch signalisiert er weiter Gesprächsbereitschaft. "Von unserer Seite ist die Tür in dieser Sache nicht zugeschlagen. Für ein weiteres Vorgehen ist noch alles offen, da die politische Entscheidung noch aussteht", so Hess. Er machte deutlich, dass diese Entscheidungen der Stadt weder gegen das ehrenamtliche Engagement der Bürger, noch gegen Familienfreundlichkeit gerichtet sei. Einzig die finanziellen Möglichkeiten der Stadt würden hier eine Rolle spielen.

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