Schützen erklären Aus für Mescheder Kirmes

Nicht mehr zeitgemäß

Die wachsende Kritik und ein spürbarer Rückgang der Besucherzahlen bei Fahrgeschäften und auch beim Zelt haben die Mescheder St.Georgs-Schützen jetzt dazu bewogen, bereits in diesem Jahr keine Kirmes mehr in Meschede zu veranstalten.

Meschede.

Dabei hatten sie als Ausrichter einiges versucht: Im Jahr 2012, als die traditionsreiche Kirmes an die St. Georgs-Halle zurückkehrte, wurde eine große begleitende Veranstaltungsreihe ins Leben gerufen. Da der Besuch schlecht war, wurde diese 2013 und 2014 nicht wiederholt. Die Besucherzahlen 2014 waren jedoch so gering, dass viele Schausteller ihre Kosten nicht eingespielt haben. „Die Kirmes hätte allenfalls in wesentlich verkleinertem Umfang mit Autoscooter, Kinderkarussell und vielleicht noch Musikexpress stattfinden können“, erklärt Hauptmann Andreas Diemel-Kotthoff.

Eine Rückkehr in die Innenstadt schied mangels passender Flächen aus. „Auch vom Stadtmarketing Meschede bekamen wir die Rückmeldung, dass eine Kirmes in dieser Form eher Negativwerbung für unsere Stadt Meschede bedeutet“, erläutert Diemel-Kotthoff weiter.

Die Gründe sehen die Schützen zum einen in der vermehrten Mobilität der Bevölkerung, da zum Beispiel die Hüstener Kirmes, die zwei Wochen später veranstaltet wird, leicht erreicht werden kann. Auch die parallel stattfindende Montgolfiade in Warstein habe sicher Besucher gekostet. Aber auch die beliebte Veranstaltung „Mittwochs Live“ auf dem Stiftsplatz in Meschede, zu der bei gutem Wetter Hunderte Besucher strömen, habe letztlich auch Kaufkraft der Mescheder Bevölkerung weggenommen.

Die Schützen werden sich auf neue, attraktivere Feste konzentrieren. So wird die Veranstaltung „Henne in Flammen“ in diesem Jahr am 30. April am Kreishaus wieder stattfinden. Diese soll in die Feierlichkeiten zur Eröffnung des neuen Henneparks mit Himmelstreppe, die vom 30. April bis 3. Mai stattfinden, eingebunden werden. Auch das Sauerlandfest „Alle auffe Halle“ am 10. Oktober 2015 soll weiter ausgebaut werden. Die Twersbraken sind bereits angefragt und an dem Programm werden die St. Georgs-Schützen in den nächsten Wochen intensiv arbeiten.

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