„Noch viel Luft nach oben“

Leaderregion „4 Mitten im Sauerland“ verfügt über Mittel für weitere Projekte

+
Ein mögliches Leader-Projekt ist die Evaluation der Sauerländer Seen, die natürlich auch den Hennesee umfassen würde. Das Foto wurde mit einem Quadrocopter aufgenommen und uns freundlicherweise von unserem Leser Nicolai Schäfer zur Verfügung gestellt.

Altkreis Meschede. Die Region voranbringen und Städte und Ortschaften zukunftsfähig aufstellen, dieses Ziel verfolgt die Leader-Region „4 Mitten im Sauerland“ bis zum Jahr 2023 weiter. Mit welchen Projekten das zukünftig geschehen soll und wie diese finanziell gefördert werden können, darüber wurde am Donnerstagabend bei der gemeinsamen Sitzung der Kompetenzgruppen im Mescheder Bürgertreff informiert.

Regionalmanager Stefan Pletziger stellte zunächst die Projekte vor, die vor Kurzem abgeschlossen wurden und aktuell noch in Bearbeitung sind. Interessant hierbei ist, dass die 12 Leader-Regionen insgesamt rund 28 Millionen Euro an Fördersumme noch zur Verfügung haben, wovon bis jetzt aber erst knapp unter 10 Millionen Euro bewilligt wurden. Die bisherige Auszahlungssumme ist nur ein kleiner Bruchteil von dem, was insgesamt zur Verfügung steht. „Wir haben noch viel Luft nach oben, was neue Projekte betrifft“, freute sich Pletziger bei der Vorstellung der Zahlen. Etwa 60 Prozent der zur Verfügung stehenden Finanzmittel können noch für weitere Projekte verwendet werden.

„Noch fünfeinhalb Jahre Zeit“

„Noch sind insgesamt fünfeinhalb Jahre Zeit, Projekte zu einer sinnvollen Nutzung zu führen“, so Pletziger zum weiteren Vorgehen.

Im Anschluss an den Bericht des Regionalmanagers folgte die Vorstellung verschiedener möglicher Leader- Projekte. Zu diesen Konzepten zählt beispielsweise der Bau eines Erholungsrastplatzes am Sauerlandradring in Eslohe-Wenholthausen. Hier sollen ein neues Tretbecken, Wellnessliegen, ein Wasserspiel und eine Fahrradreparaturstation entstehen. Die Kosten hierfür würden sich insgesamt auf etwa 54.000 Euro belaufen. Ob eine Förderung für diesen Antrag infrage kommt, entscheidet in der kommenden Woche der Leader-Vorstand in seiner gemeinsamen Tagung.

Weitere Projekte sind die Errichtung von zwei Kleinspielfeldern in Schmallenberg-Fleckenberg und Schmallenberg-Oberkirchen. Da in diesen Ortsteilen geeignete Sportmöglichkeiten für Jung und Alt fehlen, könnten auch Schulen und Kindergärten von dieser Errichtung profitieren. In Schmallenberg-Oberkirchen wird dieses Vorhaben durch ein weiteres Projekt ,das „Dorferneuerungskonzept“, ergänzt. Zu diesen beiden Projekten gab es an diesem Abend jedoch auch kritische Töne.

Rettungspunkte für Sauerländer Wälder?

Interessiert verfolgten die Bürger die Leader-Kompetenzgruppensitzung im Bürgertreff. Foto: Foto Sonntag

Klaus Wahle von der Stadt Meschede sieht die Finanzierung von Kleinfeldspielern als kritisch an, da vergleichbare Projekte in anderen Städten und Gemeinden von den Vereinen selbst finanziert wurden. Bestes Beispiel hierfür sei Heinrichsthal-Wehrstapel, wo die Finanzierung für dieses Projekt selbst organisiert wurde. Ob diese Projekte förderfähig sind, liegt ebenfalls im Ermessen des Vorstandes, der nächste Woche tagt. Weitere Vorschläge sind die Evaluation der Sauerländer Seen und die Verlegung der Modelleisenbahn aus Schmallenberg-Grafschaft, wo der Neubau einer Halle neben Thikos Kinderland zur Diskussion steht. Aus der Versammlung ging am Ende der Kompetenzgruppensitzung ein weiterer Vorschlag zur möglichen Förderung in die Diskussion.

Der bisherige Forstamtsleiter des oberen Sauerlandes, Hans von der Goltz, möchte im gesamten Hochsauerlandkreis ein flächendeckendes Rettungspunktesystem umgesetzt sehen, da jährlich Unglücke in den Wäldern des HSK geschehen. Hierbei fällt es den Rettungsdiensten oftmals schwer, verletzte Personen zu lokalisieren und schnell am Einsatzort zu sein. Hiermit würde der Hochsauerlandkreis in ganz NRW eine Vorreiterrolle übernehmen. Die grob geschätzten Kosten würden bei 150.000 Euro liegen. Alle Vorschläge werden in der Vorstandssitzung in der nächsten Woche auf der Tagesordnung stehen.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare