Planungsgruppe erklärt „Kreuz und Quer“-Gottesdienste

Ökumenische Impulse

Das Planungsteam am Altar des Gemeinsamen Kirchenzentrums : (v. l.) Marianne Arenhövel, Elisabeth Olbrich-Cross, Dr. Josef Richter, Heidrun Parplies und Hartmut Köllner.

Gemeinsam die Kirche erleben, konfessionelle Schranken überwinden und suchenden Christen den Weg zu Gott wieder bereiten; unter diese Schwerpunkte stellte die ökumenische Planungsgruppe im Gemeinsamen Kirchenzentrum Meschede ihren monatlichen Gottesdienst „Kreuz und Quer“, wie sie im Rahmen eines Pressegesprächs kürzlich erklärte.

„Leider dürfen wir Christen kein konfessionsübergreifendes, gemeinsames Abendmahl feiern“, bestätigt Pastor i.R. Hartmut Köllner, aber mit dem Gottesdienstkonzept „Kreuz und Quer“ habe die Planungsgruppe einen Weg gefunden, offene Gottesdienste ohne das gemeinsame Abendmahl im Zusammenhang mit einer so genannten Agape zu feiern. „Die Agapefeier, bei der den Besuchern Wein, Brot und Früchte gereicht werden, soll aber keine billige Reduktion oder eine Ersatzhandlung für die Eucharistie sein, wir zeigen den Gottesdienstbesuchern die Selbstverständlichkeit des Betens, Feierns und Essens wieder auf“, so Pastor Köllner.

Ein besonderes Geschenk seien die Gottesdienste, die an jedem vierten Samstag im Monat im Gemeinsamen Kirchenzentrum in Meschede stattfinden, für gemischt-konfessionelle Ehepaare, die hier die Möglichkeit haben, einen gemeinsamen Gottesdienst zu besuchen. Der Gottesdienst selbst besteht ungefähr je zu einem Drittel aus den Elementen „Ankommen“, „Erzählen“ und „Agape“.

Monatlich nehmen zwischen 80 und 160 Besucher das Angebot im Kirchenzentrum wahr; die Planungsgruppe sieht ihr Angebot allerdings nicht als Konkurrenz zu den bestehenden Gottesdiensten der katholischen und evangelischen Gemeinden in Meschede und Umgebung.

Den Faden zu Gott wiederfinden

„Wir sprechen viele Menschen an, die den Faden zu Gott verloren haben, sich aber nach etwas sehnen, was sie nicht ausdrücken können“, so Elisabeth Olbrich-Cross, Mitglied der Planungsgruppe. „Zu uns kommen hauptsächlich Menschen ab 50 bis etwa 80 Jahren, aber auch jüngere Christen fühlen sich angesprochen“. Die Gottesdienste stehen immer unter einem Motto, zum Beispiel sind für 2014 geplant: „Langsamkeit-Entschleunigung“, „Der dunkle Gott“, „Weg ins Licht – Auferstehung“. Zu vielen Themen werden auch besondere Besucher eingeladen, die sich im Erzählteil erklären, diskutieren oder Denkanstöße geben. Auch nach den Gottesdiensten wird noch häufig im Foyer des Kirchenzentrums unter den Gottesdienstbesuchern diskutiert.

Der Gottesdienst beginnt zwar mit der Begrüßung am Eingang durch das Planungsteam, er endet jedoch nicht mit dem letzten Gebet. Die Besucher sollen – so der Wunsch – Impulse mit ins tägliche Leben nehmen. Ökumenische Impulse, die vielleicht auch Impulse für ein neues, intensiveres Gemeindeleben sein können. (Von Kaspar Kämper, meschede@sauerlandkurier.de)

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