Altehrwürdig und doch modern

Pläne für „Stiftsforum St. Walburga“ werden konkreter

Rund um die altehrwürdige St. Walburga Kirche in Meschede wird ein offenes und modernes Stiftsforum entstehen.

Meschede. Mit besonderer Spannung wurde am Samstagabend das Patronatsfest in der St. Walburga Kirche in Meschede erwartet, da Pfarrer Michael Schmitt nach dem Festgottesdienst in den Saal des Jugendheims eingeladen hatte, um seine Gemeinde über den aktuellen Stand bezüglich des Umbaus des „Stiftsforums St. Walburga“ zu informieren. Nach intensiven Beratungen mit dem Gemeindeverband Hochsauerland-Waldeck und der Bau- und Finanzabteilung des Erzbischöflichen Generalvikariats Paderborn plant der Kirchenvorstand nun außer Kirchendach und -beleuchtung weitere Maßnahmen.

So soll das bisherige Jugendheim zwischen Kirche und alter Vikarie nicht abgerissen, sondern aufgrund seiner eigentlich soliden Grundsubstanz in seiner jetzigen Form behindertengerecht saniert werden.

Am Ende der Eingangshalle in Richtung des Stiftsgartens wird ein neues Treppenhaus samt Aufzug ins Ober- und Untergeschoss entstehen. Die erweiterte Eingangshalle kann als Wartebereich für das Zentralbüro dienen. Zugangsmöglichkeiten bestehen vom Stiftsplatz und vom Stiftsgarten beziehungsweise von der Steinstraße aus. Im Erdgeschoss auf der rechten, südlichen Seite entsteht das Pfarramt/Zentralbüro mit den nötigen Büro- und Nebenräumen inklusive Einrichtung sowie die neue Toilettenanlage. Im Erdgeschoss der sich anschließenden alten Vikarie werden ein Konferenzraum, der Dienstraum des Pfarrers sowie des Außendienstmitarbeiters/Verwaltungsleiters des Pastoralen Raumes eingerichtet. Im linken, nördlichen Bereich des Jugendheims zur Kirche hin werden der Gruppenraum sowie der Thekenraum erhalten bleiben und grundlegend renoviert. Der Thekenraum soll einen Außenbereich erhalten, der auch zum Stiftsgarten hin zugänglich ist. Im Obergeschoss, das auch mit dem Aufzug zu erreichen ist, wird der große Saal modernisiert und neu ausgestattet. Die sich anschließende Toilettenanlage wird erneuert. Der bisherige Edith- Stein-Raum kann als Meditationsraum bestehen bleiben.

Neben dem oberen Foyer schließt sich im südlichen Bereich ein neuer Küchenbereich an. Außerdem werden die Mitarbeiter hier ihre Büros haben. Es ist vorgesehen, dass die jetzige Schatzkammer in den Bereich des ehemaligen Förderbands eine Etage tiefer in den Kellerbereich zieht. Für die Finanzierung und Neugestaltung und -konzeption der Schatzkammer wird ein Förderverein gegründet. Die Räume der bisherigen Schatzkammer werden das Zentralarchiv des Pastoralen Raumes aufnehmen.

Vikarie, Sakristei, Café Pan und Stiftsgarten

Auch für die alte Vikarie sind einige Maßnahmen geplant. Neben den bereits genannten Diensträumen im Erdgeschoss wird die bisherige Vikarie neues Pfarrhaus von St. Walburga beziehungsweise Sitz des Leiters des Pastoralen Raumes Meschede Bestwig. Die Pfarrerwohnung entsteht in der ersten Etage, das Dachgeschoss beherbergt zukünftig den Haushälterinnen- und Gästebereich.

Bezüglich der von Feuchtigkeitsschäden betroffenen Sakristei wird die dringend notwendige Neuplanung umgesetzt. Südlich entlang der Kirche entsteht die neue Sakristei mit einer ebenerdigen, behindertengerechten Toilettenanlage für Gottesdienstbesucher. Ein Durchgang von der Kirche aus auf das Gelände des Stiftsgartens ist dabei im Bereich des heute hinteren, westlichsten Beichtstuhles geplant.

Das Jugendcafé Pan/der Jugendbereich soll wiederum seinen Platz im Rundbau im Untergeschoss der Emhildiskapelle (ehemalige Bücherei) finden. Der Eingang ist wie bisher von der Steinstraße aus und soll behindertengerecht umgestaltet werden. Außerdem gibt es weiterhin eine Zuwegung durch die Sakristei, damit dieser Bereich auch von der Kirche aus für die Kinderkirche usw. genutzt werden kann. Die Außenanlage zwischen dem Pfarrheim und der Steinstraße soll im Sinne des ehemaligen Kreuzgangs als Grünfläche neu gestaltet werden und tagsüber als Erholungsraum der Öffentlichkeit zur Verfügung stehen, nachts aber geschlossen sein.

Diese Überlegungen für das neue Stiftsforum St. Walburga werden in den nächsten Wochen detailliert geplant und dann vorgestellt. Der Kirchenvorstand hofft, damit den räumlichen Bedürfnissen der Pfarrgemeinde St. Walburga und des Pastoralen Raumes Meschede Bestwig für die Zukunft zu entsprechen und zugleich die Kosten im erträglichen Rahmen zu halten.

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