Angriffspunkte für Schadsoftware oder Phishing

Polizei gibt Tipps zur Sicherheit im Umgang mit Smartphone & Co.

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Die Polizei warnt vor Datenklau und Betrug im Zusammengang mit Smartphones. 

Hochsauerland. Auch das Sauerland ist ein Smartphoneland. Einkaufen, Bankgeschäfte oder Email-Verkehr – unzählige Apps versprechen Schnelligkeit und Vereinfachungen im täglichen Leben. Jedoch bergen die Nutzung der digitalen Medien und die intensive Vernetzung in der Online-Welt auch Gefahren: Dies können Schadprogramme, Datenklau oder der schlichte Betrug sein.

Gerade weil man mit Smartphones und Tablets kinderleicht im Internet surfen kann, bieten sie Angriffspunkte für Schadsoftware oder Phishing. Die Arbeitsweisen der Täter verändern sich ebenso rasant wie die technische Entwicklung dieser Geräte.

Neben private Daten werden immer mehr geschäftliche Informationen auf den mobilen Geräten abgelegt. Deshalb sollte auch verstärkt auf die Sicherheit der Daten, die auf solchen Geräten gespeichert sind, geachtet werden.

Folgende Tipps und Empfehlungen der Polizei helfen den digitalen Alltag sicherer zu gestalten:

  • Lassen Sie Ihr Smartphone oder Tablet nie unbeaufsichtigt liegen. Geben Sie es auch kurzzeitig nur in Ihrem Beisein an Dritte weiter.

  • Nutzen Sie den Gerätesperrcode, die automatische Displaysperre und aktivieren Sie stets die SIM/USIM-PIN oder den Fingerabdruckscan. Passwörter sollten getrennt vom Gerät aufbewahrt werden. Achten Sie bei der Eingabe von Zugangsdaten darauf, dass niemand Ihr Passwort ausspähen kann.

  • Aktivieren Sie drahtlose Schnittstellen nur bei Bedarf. Eine direkte Koppelung mit anderen Geräten zum Austausch von Daten, etwa über Bluetooth oder NFC, darf nur mit vertrauenswürdigen Partnern geschehen.

  • Nutzen Sie fremde WLAN, z.B. öffentliche Hotspots an Flughäfen oder in Cafés nur mit einem VPN (Virtuelles privates Netzwerk), das Ihre Internetverbindung abhör- und manipulationssicher macht

  • Laden Sie keine Dateien aus unsicheren Quellen herunter.

  • Nutzen Sie Drittanbietersperren, die Sie aktiv beim Provider einrichten lassen müssen, um den Missbrauch durch Abofallen (z.B. teure SMS/MMS-Dienste) über die Telefonrechnung zu unterbinden. Werbung kann insbesondere bei Gratis-Apps beim Anklicken kostenpflichtige Angebote freigeben. In den Einstellungen des Smartphones kann man „In-App“ Käufe deaktivieren.

  • Hinterfragen Sie Provider-Updates, die Sie per SMS, MMS oder als Link erhalten – es kann sich um Schadsoftware handeln. Auch bei Links oder Dateien die von Unbekannten über Messenger gesendet werden, kann es sich um Schadstoffsoftware handeln.

  • Verwenden Sie Online-Banking-Apps nicht auf dem gleichen Gerät, auf dem Sie auch die mobilen TAN empfangen.

  • Nutzen Sie, wenn für Ihr mobiles Betriebssystem verfügbar, Antivirenprogramme und Überwachungs-Apps, die Ihnen die Berechtigungen von anderen Apps (z.B. Zugriff auf das Telefonbuch) anzeigen.

  • Nutzen Sie bei Verlust oder Diebstahl mögliche Ortungs-, Fernsperr- oder Löschdienste. Lassen Sie das Gerät sofort bei Ihrem Anbieter sperren.

  • Löschen Sie alle sensiblen Daten, wenn Sie das Gerät verkaufen. Stellen Sie das Gerät auf Werkeinstellungen zurück, damit sind auch Ihre Daten sicher gelöscht.

Info: Weitere Informationen finden sich im Internet unter: www.polizei-beratung.de

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