Polizei rückte öfters aus

41.007 Mal rückten die Polizeibeamten im vergangenen Jahr im HSK aus, 4802 dieser Einsätze fallen auf die Kommune Meschede zurück, 4224 auf Sundern, 2615 auf Schmallenberg, 1397 auf Bestwig und 840 auf Eslohe. Die Statistiken rund um Verkehr und Kriminalität, die vor einigen Wochen bekannt gegeben wurden, wurden nun auf die Kommunen heruntergebrochen.

"Die Einsatzzahlen sind insgesamt in Maßen nach oben gegangen, 2006 waren es 39.781 im gesamten Kreis", berichtet Günter Droste, Leiter der Direktion Gefahrenabwehr/Einsatz. Im Gegensatz zu 1997 habe man jedoch eine Einsatzsteigerung um 30 Prozent verzeichnet. Technisch und personell sei man 2007 bei Kyrill an die Grenzen gestoßen.

Jürgen Baum, der Leiter der Direktion Kriminalität, betonte ebenfalls, dass 2007 ohne besondere Auffälligkeiten über die Bühne gegangen sei.

Während die Gesamtaufklärungsquote im HSK bei 54,85 Prozent liegt, konnten die Beamten in Meschede/Eslohe 53,39 Prozent der Fälle aufklären. Spitzenreiter ist hier Schmallenberg, wo die Aufklärungsquote bei 59,47 Prozent lag. Während die Gewaltkriminalität sowohl in Meschede/Eslohe, Schmallenberg und Bestwig gestiegen ist, gehen die Delikte in Sundern zurück.

Viele Unfälle durch junge Erwachsene

Anders sieht es bei den Wohnungseinbrüchen aus, die den Beamten 2007 nicht mehr so starkes Kopfzerbrechen bereiteten wie noch zuvor: In Meschede sank die Zahl im Gegensatz zu 2006 von 53 auf 31 Einbrüche, in Schmallenberg von 45 auf 14. Auffällig war hier jedoch Sundern: Die Einbruchanzahl stieg von 19 auf 43. Auch die Sachbeschädigungen betreffend bleiben Sundern (von 211 auf 255 Fälle) und Meschede/Eslohe (von 213 auf 331 Fälle) "Spitzenreiter". Die Anzahl der Kfz-Aufbrüche ist lediglich in Sundern stark angestiegen, von 51 auf 114 Fälle. Auch Sascha Mader, Leiter der Direktion Verkehr, erläuterte die Verkehrsunfallentwicklung in den einzelnen Kommunen. Zwecks Vergleichsmöglichkeiten wurden die Zahlen auf 100.000 Einwohner umgerechnet. Die Zahl der Unfälle mit Personenschäden sind besonders in Eslohe bedenklich angestiegen — von 270 Unfällen 2006 auf 357 im vergangenen Jahr. Ein leichterer Anstieg war auch in Sundern zu verzeichnen.

Problematisch sei besonders die Gruppe der jungen Erwachsenen, die viele Unfälle verursache. "Je ländlicher der Bereich, desto höher der Anteil an jungen Erwachsenen, die in Unfälle verwickelt sind", resümierte Sascha Mader. Trotzdem fahre man auf heimischen Straßen insgesamt sicherer als auf den Straßen in Gesamt-NRW, betonte er.

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