Vorbeugen ist besser als nachbeugen

Polizei warnt vor Taschendieben: Augen auf und Tasche zu!

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Augen auf: Wer gerade keinen kleinen Hund für die Tasche zur Verfügung hat, sollte die Tipps der Polizei gegen Taschendiebe beachten.

Meschede/Hochsauerland - Opfer eines Taschendiebstahls kann jeder werden. 125 Mal schlugen die Täter 2018 im Hochsauerlandkreis zu. Darum sagt die Polizei im HSK: Der alte Spruch „Vorbeugen ist besser als nachbeugen!“ verliert nicht an Aktualität und sollte weiterhin beherzigt werden.

„Der Tatort muss nicht immer der Bahnhof oder der Weihnachtsmarkt sein“, erklärt Kriminalhauptkommissar Oliver Milhoff. „Häufig schlagen die Diebe im Supermarkt zu“, warnt der Präventionsexperte der Polizei weiter. 

Insbesondere Seniorinnen hängen ihre Handtaschen gerne an den Einkaufswagen oder an ihren Rollator. Das nutzen die geschickten Täter. Häufig sind die Opfer schon durch den Einkauf abgelenkt. Der Griff in die Handtasche geht schnell und wird häufig erst an der Kasse bemerkt. Auch das gezielte Fragen wie zum Beispiel „Wo finde ich die Butter!“ oder ein absichtliches Anrempeln lenken die Opfer gezielt ab. 

Oft finden sich die leeren Gelbörsen in nahen Mülleimern oder Gebüschen wieder. Das Bargeld ist natürlich weg. Papiere und persönliche Unterlagen sind in der Regel für die Täter uninteressant. Auch die Bankkarte ist für die Täter eigentlich wertlos. Leider schreiben aber viele Menschen ihre Geheimzahl auf die Karte oder „verstecken“ die vierstellige PIN in ihrer Geldbörse. Die Täter freuen sich und räumen Ihr Bankkonto am nächsten Geldautomaten leer. 

Diese Tipps gibt die Polizei

Oliver Milhoff kennt die Vorgehensweise der Diebe. Deshalb ist er fest davon überzeugt: „Jeder kann sich vor Taschendieben schützen! Beherzigen Sie folgende Ratschläge und lassen Sie die Taschendiebe alt aussehen“:

  • Vertrauen Sie auf Ihr gesunden Menschenverstand und bleiben Sie misstrauisch. 
  • Wertsachen gehören nicht in die Handtasche! Tragen Sie Geld, Schecks, Kreditkarten und Papiere immer in verschiedenen verschlossenen Innentaschen und möglichst dicht am Körper. 
  • Tragen Sie Hand- und Umhängetaschen verschlossen auf der Körpervorderseite oder klemmen Sie sie sich unter den Arm. Achten Sie auch auf Ihren Rucksack. 
  •  Benutzen Sie einen Brustbeutel, eine Gürtelinnentasche, einen Geldgürtel oder eine am Gürtel angekettete Geldbörse. 
  • Führen Sie nur so viel an Bargeld mit, wie Sie brauchen. 
  • Notieren Sie niemals die vierstelligen PIN-Codes von Debit- oder Kreditkarten sowie Mobiltelefonen, sondern lernen Sie diese auswendig.

Das sollten Opfer oder Zeugen tun

Wenn Sie doch einmal Opfer geworden sind oder einen Diebstahl beobachten:

  •  Verständigen Sie umgehend die Polizei über 110 Machen Sie auf den Dieb aufmerksam und fordern Sie umstehende Passanten auf, Ihnen zu helfen.
  • Melden Sie den Diebstahl amtlicher Dokumente umgehend Ihrer kommunalen Verwaltungsstelle, bei ausländischen Dokumenten Ihrem Konsulat.
  • Lassen Sie Debit- oder Kreditkarten unverzüglich sperren, wenn diese abhandengekommen sind. Dazu steht Ihnen unter der Telefonnummer: 116 116 ein gebührenfreier Sperrnotruf zur Verfügung.
  • Veranlassen Sie die Sperrung von Debitkarten für das elektronische Lastschriftverfahren bei einer Polizeiwache (sog. KUNO-Sperrung).
  • Informieren Sie umgehend Ihre Bank oder Sparkasse über den Verlust der Karten.

Weitere Infos gibt es unter www.polizei-beratung.de.

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