Projekte zur Berufsorientierung

Junge Frauen schnuppern in 'Männerdomänen'.

Zusätzlich zum Regelangebot der Berufsberatung der Agentur für Arbeit sind im HSK jetzt auch verschiedene Projekte im Rahmen der vertieften Berufsorientierung gestartet. Diese zielen darauf ab, dass sich die Jugendlichen frühzeitig mit ihren eigenen beruflichen Perspektiven befassen und eine möglichst umfassende Berufsorientierung erhalten. Berufswunsch und Ausbildungsmöglichkeiten sollen miteinander in Einklang gebracht werden.

"Junge Menschen gezielt auf die Berufswahl vorzubereiten — das ist die Aufgabe der Berufsberatung. Diejenigen, die aufbauend auf einem soliden Wissen eine tragfähige Berufswahlentscheidung fällen, sind am ehesten geschützt vor Ausbildungs- und Arbeitslosigkeit", betont Walter Niggemeier. "Viele junge Menschen haben zu wenig Kenntnisse über die Berufswelt, falsche Vorstellungen oder konzentrieren sich nur auf wenige Ausbildungsberufe", so der Geschäftsführer der Agentur für Arbeit Meschede weiter. Letztendlich werde mit diesen Projekten auch dem Fachkräftebedarf der Wirtschaft Rechnung getragen.

"Mädchen und Technik" in Olsberg

Die verschiedenen Projekte basieren auf der Initiative "Zukunft fördern — vertiefte Berufsorientierung gestalten", die gemeinsam von der Regionaldirektion NRW der Bundesagentur für Arbeit, der nordrhein-westfälischen Ministerien für Schule und Weiterbildung, für Generationen, Familie, Frauen und Integration und der Stiftung Partner für Schule NRW getragen wird.

Eine Förderung kann aber nur erfolgen, wenn mindestens 50 Prozent der notwendigen finanziellen Mittel von anderer Seite, etwa Kommunen oder Stiftungen, übernommen werden.

Eines der Projekte im Rahmen der vertieften Berufsorientierung hat den Titel "Mädchen und Technik". Mädchen der Klassen acht bis zehn aller Schulformen schnupperten im Berufskolleg Olsberg außerhalb ihrer Schulzeit in verschiedene Fachrichtungen wie beispielsweise Elektrotechnik, Physik und Metalltechnik hinein. Die Lehrer des Berufskollegs öffneten an den Nachmittagen ihre Labore und Werkstätten.

"Junge Frauen konzentrieren sich bei der Ausbildungsplatzsuche nach wie vor auf wenige ausgewählte Berufe", erläutert Cornelia Homfeldt, Beauftragte für Chancengleichheit am Arbeitsmarkt der Agentur für Arbeit Meschede. Dadurch schränkten sie ihre Chancen auf dem Ausbildungs- und Arbeitsmarkt erheblich ein. Mädchen würden durch das praktische Erproben in die Lage versetzt, ihr Berufswahlspektrum zu erweitern.

Zum Abschluss der Projektwoche übernachteten die Mädchen in der Waldjugendherberge Brilon, die über ein Ressourcen schonendes Energiekonzept verfügt. Die Mädchen, die von Mitarbeiterinnen der Berufsbildungsakademie der Volkshochschulen des HSK begleitet wurden, lernten die eingesetzten Techniken kennen.

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