Ausstellung wandert von Meschede nach Arnsberg

Raritäten der Ikonenkunst

Galerist Karl Eisenlauer präsentiert eine der seltenen Ikonen mit ovaler Form. Foto: Julia Stratmann

Die Möglichkeit, Bilder der orthodoxen christlichen Kirchen zu bestaunen und ihre spirituelle Aussagekraft zu erfahren, haben Interessierte noch bis heute Abend im gemeinsamen Kirchenzentrum in Meschede.

Denn dort werden zurzeit 60 „Fenster zum Himmel“, sogenannte Ikonen, ausgestellt.

„Eine Ikone ist ein Kultbild heiliger Personen, das eine Verbindung zwischen dem Diesseits und dem Jenseits darstellen soll“, erklärt Galerist Karl Eisenlauer. In seiner 40-jährigen Geschichte ist der Autenrieder (bei Ichenhausen/Bayern) mit seiner Ikonenausstellung das erste Mal im Sauerland zu Gast. Viele Ikonensammler und Maler, aber auch Gläubige kommen zu den Ausstellungen, um mehr über die Ikonen, ihre Geschichte und die Herkunft zu erfahren. „Vor allem das Verstehen zwischen dem Betrachter und der Ikone soll im Vordergrund der Ausstellung stehen“, so der Galerist. Zusätzlich zum kulturellen Wert der Ikonen gibt Karl Eisenlauer auch Informationen zu materiellen Werten der Exponate. Diese liegen bei den 60 Ikonen zwischen 600 und 9000 Euro.

Neben der Ausstellung bietet der Galerist auch Schätzungen an. Interessierte Ikonenbesitzer können kostenlos vorbeischauen und ihre Besitze schätzen oder Zweifel nach der Echtheit der Ikone ausräumen lassen. Des Weiteren gibt Eisenlauer Tipps zur Restauration und leitet bei Bedarf die Ikonen auch direkt an einen fachgerechten Restaurateur weiter.

Ein weiteres Highlight der Ausstellung sind die Vorträge der Kunsthistorikerin Angelika Böttcher, die extra aus Recklinghausen anreist. Mit dem Thema „Entwicklung der Ikonenmalerei“ versucht sie, die Verbindung der Besucher mit den Ikonen zu vertiefen.

Die Idee für die Ikonenausstellung ist durch die Kooperation von Bildpunkt Brilon, Bildpunkt Meschede, dem KBS Arnsberg und den katholischen Bildungswerken der Dekane Hochsauerland Mitte und Ost entstanden. Bis heute Abend 18 Uhr besteht noch die Möglichkeit, die Ausstellung im gemeinsamen Kirchenzentrum in Meschede zu bestaunen. Vom 17. bis zum 19. Oktober sind die Exponate in der katholischen Bildungsstätte, Hellefelder Straße 15, in Arnsberg zu sehen.

Ikonenkunst

Eine Ikone ist ein Kultbild heiliger Personen, die in der orthodoxen Kirche verehrt werden.

Besondere Sphären erreichen die Ikonen durch ihre Maler, die während des Entstehungsprozesses entweder gefastet haben oder im Gebet vertieft waren.

Anschließend wurden die Ikonen geweiht und so zu einem Kultbild.

Die Exponate der Ausstellung finden ihren Ursprung im 17. bis 20. Jahrhundert

Sie stammen aus Russland und Griechenland. (Von Julia Stratmann, meschede@sauerlandkurier.de)

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