Region als "Hotspot"

Lösungen für die Energiewende 'Made im Sauerland' (von links): Brilons stellvertretender Bürgermeister Wolfgang Diekmann und MdE Dr. Peter Liese informierten sich bei Dr. Marc Zoellner über die Speichermöglichkeit von Solarstrom. Foto: Christoph Kloke

Die Accumulatorenwerke Hoppecke sind auf dem Weg, einen entscheidenden Beitrag zur Energiewende zu leisten und die Kosten des viel diskutierten Netzausbaus zu verringern. Mit dem in Hoppecke entwickelten und produzierten Speicherbatterien kann in erheblichem Maß Strom aus der Sonne zwischengespeichert werden.

Der heimische Europaabgeordnete Dr. Peter Liese hatte zu einer Gesprächsrunde beim europäischen Marktführer von Industriebatterien geladen, der von zahlreichen europäischen Regelungen betroffen ist.

Bei der Entwicklung handelt es sich um einen absolut wartungsfreien Akku in der Größe von vier Autobatterien. Er speichert den Strom aus der Photovoltaikanlage auf dem Dach, wenn dieser nicht benötigt wird, und gibt ihn ab, wenn Bedarf ist. Das Ganze ist besonders interessant für private Stromerzeuger, weil der selbst verbrauchte Strom besser gefördert wird, als der ins Netz des Stromanbieters eingeleitete.

Neben dem Vorteil für den Einzelnen bietet die Speicherung von Solarstrom noch einen weiteren für die Allgemeinheit. "Die dezentrale Energieerzeugung und Zwischenspeicherung macht den Netzausbau günstiger", erklärt Firmenchef Dr. Marc Zoellner. "Bei einer durchschnittlichen Photovoltaikanlage kann so bis zur Hälfte des ansonsten ins Netz des Stromanbieters eingespeiste Stroms selbst verbraucht werden."

Dr. Peter Liese begrüßte die Technik. "Solche Entwicklungen machen die Energiewende preiswerter. Ohnehin hat der Altkreis Brilon mit seinen innovativen Firmen riesige Chancen, durch energieeffiziente Entwicklungen von der Energiewende in Europa zu profitieren." Liese bezeichnet die Region mit Blick auf weitere Unternehmen wie OTAG, Centrotec und Oventrop als eine Art "Hotspot" auf diesem Sektor.

"Grundlegend davon überzeugt"

Die Akku Hoppecke sieht sich auch unabhängig von Vergütungen nach dem Erneuerbaren-Energien-Gesetz (EEG) und zu erwartenden höheren Strompreisen bestätigt. "Wir entwickeln so etwas, weil wir davon grundlegend überzeugt sind. Wir sind weltweit der größte Anbieter von autarken Stromnetzen und haben zum Beispiel eine Insel im Indischen Ozean und ganze Orte in Malaysia versorgt, wo bisher stinkende Dieselaggregate den Strom produzierten", erläutert Zoellner.

Für ihre Solarstromspeicher sind die Accumulatorenwerke Hoppecke eine Partnerschaft mit der Firma Solarworld eingegangen.

"Wer einen Beitrag zur Energiewende leisten und unabhängig Strom erzeugen möchte, findet im heimischen Elektrohandwerk die Profis für Beratung, Systemplanung und Montage", so Zoellner.

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