Mit Gefahren müssen Waldbesucher dennoch rechnen

Regionalforstamt Soest-Sauerland: Sperrungen in Wäldern enden

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Die aktuelle Frostperiode hilft Forstleuten und Waldbesitzenden bei der Beseitigung der Sturmschäden und der normalen Holzernte enorm weiter.

Hochsauerland. Das Regionalforstamt Soest-Sauerland beendet das Betretungsverbot für die Wälder im Kreis Soest und im nördlichen Hochsauerlandkreis ab Donnerstag, 1. März, weist aber ausdrücklich darauf hin, dass in der kurzen Zeit nach dem Sturm Friederike vorrangig die Bereiche an Straßen und Wegen mit starkem Besucherverkehr abgearbeitet worden sind.

In den Waldbeständen und an Wegen, die weniger stark besucht werden, befinden sich immer noch akute Gefahrenpotentiale wie angeschobene Bäume, Kronen- Astbrüche, aufgestellte Wurzelteller und unter starker Spannung stehendes und liegendes Holz. Waldbesitzer können auf begründeten Antrag beim Regionalforstamt und entsprechender Genehmigung daher einzelne Waldbereiche vorübergehend weiter sperren. Die Aufarbeitung wird voraussichtlich noch bis zum Herbst andauern. 

Deshalb bittet das Regionalforstamt die Waldbesucher, sich vorsichtig im Wald zu bewegen und auf den Wegen zu bleiben. Grundsätzlich erfolgt das Betreten des Waldes zum Zwecke der Erholung auf eigene Gefahr. Zu natur- und waldtypischen Gefahren zählen dabei insbesondere solche, die von lebenden und toten Bäumen beziehungsweise Teilen von diesen ausgehen. Waldbereiche mit erkennbaren Sturmschäden sollten nach wie vor gemieden werden. Für Laien ist das Risiko, das immer noch besteht, kaum erkennbar. In Bereichen, in denen das Holz aufgearbeitet wird, gilt nach wie vor absolutes Betretungsverbot. Aufgestellte Sperrschilder und Absperrungen mit Flatterband sind unbedingt zu beachten. 

"Appell an den gesunden Menschenverstand"

Der Landesbetrieb Wald und Holz NRW teilt mit, dass nur noch für Duisburg und Hamm Betretungsverbote gelten: Die noch gültigen Sperrungen enden überwiegend am 28. Februar. Nur in den Wäldern der Städte Duisburg und Hamm gilt das Betretungsverbot noch bis zum 25. März. Damit ist das Betreten des Waldes zum Zwecke der Erholung ab 1. März fast überall wieder erlaubt. Mit Gefahren und Einschränkungen müssen Waldbesucher trotzdem noch rechnen. Waldbesucher müssen in den kommenden Monaten zudem mit einer verstärkten Holzabfuhr aus den Windwurfflächen und wenn es wieder wärmer und nasser wird, mit entsprechenden Wegeverhältnissen rechnen. Insbesondere Bereiche, in denen Holz geerntet oder verladen wird, müssen weiträumig umlaufen werden. Hier herrscht Lebensgefahr.

Die aktuelle Frostperiode hilft Forstleuten und Waldbesitzenden bei der Beseitigung der Sturmschäden und der normalen Holzernte enorm weiter. Denn nach den nassen Herbst- und Winterwochen sind die Böden nun erstmals fest gefroren. Die für die Waldarbeit notwendigen Forstmaschinen können so das Holz der gefällten Bäume aus dem Wald transportieren, ohne größere Schäden an Waldboden und Wegen zu hinterlassen. Grundsätzlich appelliert Wald und Holz NRW nochmal an den gesunden Menschenverstand jedes Einzelnen beim Betreten des Waldes beziehungsweise der Sturmgebiete. Einen Monat nach dem Orkan, der in einigen Wäldern heftigere Spuren als Orkan Kyrill hinterlassen hat, ist man vielerorts noch weit vom Normalzustand entfernt.

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