Ein König wird zum Prinzen 

Reister Regent Bernd Luttermann ist nun auch Tollität in Remblinghausen

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Majestäten unter sich: Bernd I. aus dem Hause Luttermann (2.v.l.) reiht sich als neuer Karnevalsprinz in die Remblinghauser Ahnengalerie ein. 

Remblinghausen. Im bis auf den letzten Platz ausverkauften Narrentempel „Schützenhalle“ lüftete Sitzungspräsident Niclas (Backs) Rarbach das Geheimnis um den neuen Karnevalsprinzen bei der großen Prunksitzung am Samstagabend. Die Tollität Bernd der I. aus dem Hause Luttermann in Erflinghausen regiert jetzt das Remblinghauser Narrenvolk mit seiner Lieblichkeit Prinzessin Susanne an seiner Seite.

Die beiden sind seit Mai 2015 verheiratet und haben einen eineinhalb Jahre alten Sohn Ben. Gustav, Undertaker oder Iceman, wie Prinz Bernd I. genannt wird, ist aktiver Fußballer der Alten Herren der Wildsauelf und Mitglied im Karnevalsverein, Schützenverein Reiste und Fußball-Club Remblinghausen. Der neue Prinz ist der amtierende Schützenkönig der St. Pankratius Schützenbruderschaft Reiste und zählt Radfahren und Kegeln mit seinem Stammtisch „Grande Malheuer“ zu seinen weiteren Hobbys. Passenderweise wird Bernd I. am Rosenmontag seinen 42. Geburtstag feiern.

Unter dem Motto „Picco Bello schallts auch dieses Jahr, von der Remblinghauser Narrenschar“ feierten 500 Gäste die 37. Große Prunksitzung. „Wir haben keine Mühen, nur Kosten, gescheut“, begrüßte der 1. Vorsitzende der Karnevalsgesellschaft Frank Schlüter die Gäste. Darunter waren auch die Narren vom Wenholthauser Carnevals Verein, der Jungprinzengarde Warstein und der Kolpingfamilie Meschede der Einladung gefolgt. Der Sitzungspräsident Niclas überreichte dem Jubelprinz (25 Jahre) Willi Köring und seiner Frau Josie Köring je einen Orden, bevor es die Narren beim bunten Programm der Auftritt der Solomariechen Tamina Bischoff und Leonie Reinold „Garde-Funkies“ das erste Mal von den Plätzen riss. Die beiden holten im vergangenen Jahr beim HSK-Freundschaftspokal-Tanzturnier in Berge in der Kategorie „Tanzpaar Jugend“ den ersten Platz.

Karneval in Remblinghausen

Nach der ersten Rakete ging es Schlag auf Schlag von einem Höhepunkt zum nächsten. Das Wildsaubalett flog mit der Wildsau Airline über den neuen Dorfplatz, die Show-Funkies zeigten ihren Süßigkeitentanz, die acht Witwen des Sonder-Einsatzkomando-Karneval (SEK) sangen über die nicht ganz natürlichen Tode ihrer Ehemänner und die Glitzer-Funken und Roten-Funken tanzten zu Ehren des alten und neuen Prinzen. Bei Aufräumarbeiten hatte der Elferrat zudem vor der Sitzung ein Piano entdeckt. Herausgekommen waren dabei drei neue Pianisten, die ihre musikalischen Fähigkeiten freihändig unter Beweis stellten, wozu jedoch erst die Einnahme von Viagra von Nöten war. Die Musikkapelle Remblinghausen zeigte eine Liebesgeschichte in der ersten Kinoreihe mit einem glücklichen Ausgang.

Zum Mitsingen luden Matthias Kramer, Felix Mester und Franz-Peter Jürgens ein. Die musikalische Büttenrede brachte so einige Kracher aus dem Dorf zu Tage und ließ kein Auge trocken. Nach dem Schowtanz „Jim Knopf und Lukas der Lokomotivführer“ der Roten-Funken brachte die Prinzengarde Warstein mit ihrem akrobatischen Showtanz erneut die Halle zum beben.

Über 100 einheimische aktive Karnevalisten zeigten sich beim großen Finale auf der Bühne und verabschiedeten sich mit einer Polonäse. Ausgelassen getanzt wurde dann zur Musik von DJ Müller, der auch schon während des Programms für die richtigen Ein- und Ausmärsche sorgte.

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