Ruhestand mit 84 Jahren

Mit einem Präsentkorb bedankte sich Verlagsleiter Matthias Kramer (l.) sowie Vertriebsleiterin Sabine Rohrmann-Jost (r.) bei Heinz Pfarr für die 20-jährige Zusammenarbeit. Die Gattin erhielt einen Blumenstrauß als Dankeschön.

Während die Politik schon die Rente mit 70 fordert, ist Heinz Pfarr aus Meschede dieser Idee schon viele Jahre voraus. Nach seinem Abschied aus dem aktiven Arbeitsleben im Jahre 1992, mit damals 64 Jahren, fühlte sich Heinz Pfarr für ein tristes Rentnerdasein einfach noch viel zu vital.

Als dann der SauerlandKurier für sein Verbreitungsgebiet in Meschede, Bestwig und Olsberg für die Einstellung und Betreuung von Zustellern des damaligen Ruhr-Kurier einen Vertriebsbetreuer suchte, entschied sich der rüstige Rentner seine Vitalität und Schaffenskraft in ein ?zweites Berufsleben? einzubringen. Heinz Pfarr stellte sich der neuen Herausforderung, lies sich für die Vertriebsarbeit ausbilden und stand Zustellern und Lesern fortan als Ansprechpartner vor Ort zur Verfügung.

Viele hundert Boten hat Heinz Pfarr in nunmehr 20-jähriger Tätigkeit eingestellt, ihre Verteilungen kontrolliert und Hilfestellung zum Beispiel beim Finden von versteckten Eingängen gegeben. ?Es gibt kaum ein Haus in Meschede, in dem ich nicht im Laufe der letzten 20 Jahre mal gewesen bin, meistens um Boten anzuwerben und einzustellen, manchmal aber auch um Reklamanten zu besuchen, die Probleme mit der Zustellung hatten?, so der heute 84-Jährige.

?In all den Jahren habe ich Land und Leute bis in den letzten Winkel des Sauerlandes kennengelernt, während ich anfangs für das Gebiet Meschede, Bestwig und Olsberg zuständig war. Später war ich auch an Gebietserweiterungen mit der Zustellereinstellung in Sundern, Marsberg, Winterberg, Willingen, Brilon und Schmallenberg beteiligt.? Nach nunmehr 20 Jahren ununterbrochener Aktivität war der Zeitpunkt gekommen, Abschied vom aktiven Dienst beim SauerlandKurier zu nehmen.

?Die 20 Jahre machst Du voll, dachte ich mir. Und mit 84 Jahren darf man wohl auch in den wohlverdienten zweiten Ruhestand treten?, bilanziert Pfarr. Bei der Verabschiedung wünschte Verlagsleiter Matthias Kramer dem langjährigen Mitarbeiter für die Zukunft alles Gute. Der dienstälteste Kontrolleur des Verlages ließ sein Vertriebsbetreuerleben noch einmal Revue passieren und konnte die ein oder andere interessante Geschichte zum Besten geben. ?Gerade die guten persönlichen Kontakte zu den Zustellern haben mich immer aufs Neue motiviert. Und nur wer selbst hoch motiviert ist, kann auch die ihm anvertrauten Boten motivieren, pünktlich und zuverlässig zur Zufriedenheit von Lesern und Anzeigenkunden zu verteilen.? So ganz raus ist Heinz Pfarr aber noch nicht, denn zwischenzeitlich verteilen auch seine Enkelkinder bereits den SauerlandKurier.

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