Wegweiser für die Zukunft 

Sauerländischer Gebirgsverein erhält Ehrenamtspreis des HSK

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Aus den Händen von Landrat Dr. Karl Schneider (Mitte) nahmen die Vorsitzenden (v.l.) Hansgerd Bosch (Bezirk Astenberg), Heinz Wiemann (Bezirk Oberruhr), Dieter Schmidt (Bezirk Hunau-Wilzenberg) und Helmutheinz Welke (Bezirk Mittleres Sauerland) die Urkunden stellvertretend für alle Mitglieder im Mescheder Kreishaus entgegen. 

Meschede/Hochsauerland. In einer kleinen Feierstunde wurde am Freitagabend im Kreishaus Meschede der Sauerländische Gebirgsverein (SGV) als herausragendes Beispiel für das Zusammenwirken von Ehrenamt mit dem öffentlichen Gemeinswesen ausgezeichnet.

„Am 16. März dieses Jahres hat der Kreistag in einer Sitzung beschlossen, dass der Anerkennungspreis, der inzwischen zum achten Mal vergeben wird, an die ehrenamtlich tätigen Vertreter in den vier SGV-Wanderbezirken verliehen wird. Seit Jahren leisten Sie wertvolle Arbeit. Und deshalb ist es an der Zeit, dieses für den Hochsauerlandkreis bedeutende Engagement zu würdigen“, so Landrat Dr. Karl Schneider während der Begrüßung.

In seiner Laudatio stellte Schneider die ehrenamtliche Arbeit, den Einsatz der Abteilungen des SGV nunmehr seit 126 Jahren in den Vordergrund, rühmte die Philosophie, die hinter dem Motto „Frisch Auf!“ steht und lobte den unermüdlichen Einsatz hinsichtlich des heutigen Wandertourismus mit seiner Angebotsvielfalt. „Bewegung, Wandern, Erleben von Natur, Geselligkeit und auch Stille sind Werte, die Familien und auch Gesundheits- sowie Aktivurlauber ansprechen. In den Abteilungen und Bezirken schlägt das Herz des SGV, der Groß-Projekte wie den Deutschen Wandertag in Schmallenberg/Winterberg 2019, den Umbau des SGV-Gästehauses ,Jugendhof‘ in Arnsberg sowie das Förderprojekt ,HIKE – Qualitätsoffensive Wandern´ initiiert hat. Ihre Impulse und Beiträge haben mit dafür gesorgt, dass das Sauerland zu den beliebtesten Wanderzielen in Deutschland gehört“, so Schneider.

„Wegekümmerer“ im digitalen Zeitalter

Aber nicht nur Großprojekte zeichnen den Sauerländer Gebirgsverein aus. Der SGV ist laut Landrat ein „Wegekümmerer“, jemand der sich neben großen Fernrouten wie dem Rennweg, Plackweg oder Ehmsenweg auch für die örtlichen, kleineren Rundwege einsetzt, sie betreut und markiert und sich somit enorm Richtung Zukunft bewegt. „Zur Zeit ist zu beobachten, wie zielstrebig ehrenamtliche SGVer nach vorn blicken. Der Kern des Erfolges liegt im Aufbau und in der Struktur einer verbesserten Qualität im Wandertourismus. Ein Verein wie der SGV braucht digitale Informations- und Kommunikationsplattformen, denn digitale Kanäle orientieren sich an den Bedürfnissen heutigen Wanderns. Die romantische Vorstellung der Wandergruppe in ledernen Kniebundhosen, selbst gestrickten Socken und karierten Hemden ist eine längst vergangene, historische Dimension“, betonte Schneider.

In seiner Rede hob er weiter hervor, dass Trends das Eine sind, der Mensch im Ehrenamt jedoch das Wesentliche sei und die Männer und Frauen vom SGV Kenntnisse und Wissen nachfolgend an Jüngere vermitteln. „Bringen Sie daher Ihre persönliche Note ein und zeigen Sie den Menschen das Sauerland, unsere Heimat, so, wie sie wirklich ist“, so die abschließende Bitte des Landrates.

Die Urkunden und Schecks wurden anschließend an den Ehrenvorsitzenden vom Bezirk Astenberg, Hansgerd Bosch, den Vorsitzenden vom Bezirk Hunau-Wilzenberg, Dieter Schmidt, an Heinz Wiemann, Vorsitzender Bezirk Oberruhr sowie an Helmutheinz Welke vom Bezirk Mittleres Sauerland überreicht. Musikalisch untermalt wurde die Verleihung des Anerkennungspreises durch die Musikschule Hochsauerlandkreis.

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