Mit innovativen Ideen in die Endrunde

Schülerteams aus Meschede stehen im Bundesfinale von "Jugend gründet"

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Die Mescheder Schüler Björn Nemeita, Jan Menke, Jonathan Plett, Luca Döink und Leon Zimmermann (linkes Bild, v.l.) sind mit ihrer Idee eines in die Badehose integrierten Luftkissenpolsters als „DeMoN PZ KG“ im Finale von Jugend gründet.

Meschede/Stuttgart - „Finaaaaallleeeee oho“ – sie haben es geschafft: Björn Nemeita, Jan Menke, Jonathan Plett, Luca Döink und Leon Zimmermann als „DeMoN PZ KG“ und Carl Anton Lüninck, Tom Neurath, Maya Luisa Kappe und Steffen Brüggemann als „Green Track“. Die beiden Schülerteams vom Gymnasium der Benediktiner in Meschede haben sich mit ihrem ausgezeichneten Businessplänen und ihrer herausragenden Leistung im Planspiel als zwei der bundesweit zehn besten Teams für das Jugend gründet-Finale am 24. und 25. Juni in Stuttgart qualifiziert. Das Bundesfinale wird in Form der Zukunftsgründermesse im Porsche-Ausbildungszentrum in Stuttgart ausgetragen.

Ein Schuljahr lang schlüpften rund 4.000 Schülerinnen, Schüler und Auszubildende in die Rolle von Start-up Gründern. Sie entwickelten eine innovative Geschäftsidee. Sie erstellten einen Businessplan dafür, erlebten im Anschluss mit einem virtuellen Unternehmen die Höhen und Tiefen der Konjunktur, und sie versuchten mit strategischen Entscheidungen ihr Unternehmen möglichst nachhaltig zum Erfolg zu führen. 739 Businesspläne wurden in diesem Jahr eingereicht.

Die Geschäftsidee von „DeMoN PZ KG“ ist die Idee für ein in die Badehose integriertes Luftkissenpolster, das sich in Notsituationen automatisch aufbläst und dadurch Schwimmenden Auftrieb verleiht, um sie vor dem Ertrinken zu retten. Denn jedes Leben zählt“, betonten sie vor der Jury und fordern: „Stay safe in the wave und dabei noch gut aussehen!“.

Carl Anton Lüninck, Steffen Brüggemann, Tom Neurath und Maya Luisa Kappe (rechts, v.l.) sicherten sich mit ihrem Konzept einer in die Straße verbauten Schiene für Elektro-Fahrzeuge als Team „Green Track“ ebenfalls das Ticket für das Bundesfinale.

Die Geschäftsidee des zweiten Mescheder Teams „Green Track“ ist eine in die Straße verbaute Schiene für Elektro-Fahrzeuge, die Strom und Daten übermittelt und damit eMobility, teilautonomes Fahren, Verkehrssicherheit und -management im großen Stil erleichtert, fördert und ermöglicht. Acht weitere Teams aus Berlin, Geisenheim, Bebra (beide Hessen), Bruchsal, Bad Wurzach (Baden-Württemberg), Donauwörth (Bayern und Oppenheim (Rheinland-Pfalz) konnten sich für das Bundesfinale qualifizieren. Sie alle werden auf der Zukunftsgründermesse in Stuttgart versuchen, die Jury von sich und ihren innovativen Geschäftsideen an ihren selbst gestalteten Messeständen zu überzeugen. Der Einsatz lohnt sich: Auf das Siegerteam wartet eine Reise ins Silicon Valley (USA).

Stadtführung und Besichtigung des Porsche-Ausbildungszentrums

Neben der Badehose und dem Elektromobilitätssystem werden die Finalisten-Teams Geschäftsideen für ein Armband, das Angreifer abschrecken soll, präsentieren, Ideen für Pads die als Waage und Einkaufs-App dienen, für eine App, die hilft Mobbing zu bekämpfen, für ein Plug-in das Menschen mit Sehbehinderungen hilft, chancengleich mit Sehenden zu spielen, eine App zur einfachen und schnellen Berechnung von Flächen mit Rundum-Service, ein System für bargeldloses Bezahlen im Einzelhandel mit Kryptowährungen, geräuschhemmende Ohrenstöpsel, die Tinnitus unterdrücken, und Individuelle Handyhüllen aus recyceltem Plastik.

Nach der Zukunftsgründermesse erwarten die Jugend gründet Finalisten Vorträge zu E-Mobilität und Car-Connectivity im Porsche Ausbildungszentrum. Am Dienstag nach der Siegerehrung sind sie zur Besichtigung des Porsche-Ausbildungszentrums und anschließend zu einem Besuch im Wizemann Coworking Space mit Gründergesprächen eingeladen. Zum Abschluss können die Finalisten bei einer Stadtführung Eindrücke von Stuttgart mit auf den Weg nach Hause nehmen.

Hintergrund: 

Jugend gründet wird seit 2003 vom Bundesministerium für Bildung und Forschung gefördert und steht auf der Liste der von der Kultusministerkonferenz (KMK) empfohlenen Schülerwettbewerbe. Für Konzeption und Umsetzung des Wettbewerbs ist das Pforzheimer Steinbeis-Innovationszentrum verantwortlich. Ausführliche Informationen zum Bundeswettbewerb gibt es auch im Internet.

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