Schwerpunkt am Langeloh

Wie entwickelt sich die Stadt Meschede in der Zukunft? Im so genannten "Regionalplan" sind die Ziele und Grundsätze der Raumordnung im Spannungsfeld von Wohnen, Verkehr, Gewerbe und Naturschutz festgeschrieben. Derzeit wird der Regionalplan neu aufgestellt — Anlass für die Stadt Meschede, sich mit ihren Zielen und Vorstellungen dort einzubringen.

Einen Schwerpunkt für neue Wohnbebauung sehen die Stadtplaner zum Beispiel am Langeloh. Sowohl die Nähe zur Stadt wie auch die "Nachbarschaft" zum Naturraum Hennesee schaffen hier hohe Wohn- und Lebensqualität. Gleichzeitig würde so der See noch näher an der Kernstadt sein — ein weiteres Ziel der Stadt Meschede, das sich nicht zuletzt auch im Regionale-Projekt wissenwasserwandel@meschede.de — eine Hochschulstadt im Fluss wiederfindet.

Um die Freizeit-Qualität des Hennesees noch weiterzustärken, schlägt die Stadt Meschede außerdem vor, das Nordwestufer des Sees von der Halbinsel Hentenberg bis zur Dammkrone im Regionalplan mit der Zweckbestimmung "Freizeiteinrichtungen und Freizeitanlagen" darzustellen. "Das Umfeld des Hauptdamms und der Berghauser Bucht soll zu einem regionalen Tourismus- und Freizeitschwerpunkt für die Region Südwestfalen mit ganzjähriger Nutzung entwickelt werden", heißt es in dem Textentwurf.

Gewerbegebiete: Keine Neuaufnahmen

Gleichzeitig fordert die Stadt Meschede gemeinsam mit anderen HSK-Kommunen, die Erweiterungsmöglichkeit eines Möbelhauses in Werl-Büderich aus dem Entwurf des Regionalplans ersatzlos zu streichen. Bereits mehrfach hatten die heimischen Kommunalpolitiker kritisiert, dass ein weiteres Wachstum dieses Marktes "auf der grünen Wiese" die Konkurrenz zu den Innenstädten im Hochsauerland weiter verschärfen würde und die verbrauchernahe Versorgung der Bevölkerung mit Möbeln gefährdet wird. Durch ein gemeinsames Vorgehen der HSK-Kommunen soll der Bezirksregierung in Arnsberg außerdem deutlich gemacht werden, dass es sich in dieser Frage nicht um eine Einzelmeinung der Stadt Meschede handelt. Die Neuaufnahme von Flächen für Gewerbegebiete sieht die Stadt Meschede für den Regionalplan zum jetzigen Zeitpunkt nicht vor, zumal neben dem Gewerbegebiet Enste-Nord auch das geplante Gewerbegebiet Bockum im Regionalplan enthalten sind. Das heiße aber nicht, dass man nicht von Raumbedarf für die Ansiedlung weiterer Gewerbebetriebe ausgehe, unterstreicht Bürgermeister Uli Hess: "Falls Bedarf entsteht, können wir kurzfristig weitere Gewerbeflächen umsetzen."

Thema waren die Positionen der Stadt Meschede zum Regionalplan erstmals in der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung und Wirtschaft am vergangenen Donnerstag.

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