Runder Tisch: Ansprechpartner für ehemalige Pastoralverbünde

Seelsorgeaspekt betonen

Bernd Schrage und Günter Eickelmann reichen sich die Hand.

Die Montagsdemonstrationen (wir berichteten) haben ihre Wirkung scheinbar nicht verfehlt: Bernd Schrage, Vorsitzender des Pfarrgemeinderates Mariä Himmelfahrt in Meschede und Sprecher der Demonstranten, und Pfarrer Günter Eickelmann, Leiter des Pastoralen Raumes Meschede Bestwig, haben gemeinsam am vergangenen Sonntag in der heiligen Messe in der St. Walburga-Kirche in Meschede eine Erklärung zu den bisherigen Vereinbarungen des Runden Tisches abgegeben.

Am 1. Oktober wurde in der Sitzung des Runden Tisches vereinbart, dass im Pastoralen Raum künftig die Substruktur der ehemaligen Pastoralverbünde Kirchspiel Calle, Meschede und Ruhr-Valmetal eine stärkere seelsorgliche Betonung finden soll.

Es bestand Übereinstimmung in dem Wunsch, die Individualität der Gemeinden soweit wie möglich zu erhalten. Zugleich sollen Synergieeffekte genutzt werden.

Den ehemaligen Pastoralverbünden werden konkrete seelsorgliche Ansprechpartner zugeordnet. Um dem Pastoralen Raum Rechnung zu tragen, soll eine verbindliche Gesprächskultur auf dieser Ebene vereinbart werden. Die Arbeit am Runden Tisch wird weitergeführt.

Nach den Herbstferien wird es eine Klausurtagung für Vertreter aller 17 Gemeinden im Pastoralen Raum geben, um die Zielvorgaben zu konkretisieren. Auf diese Weise wird eine Beteiligung aller pastoraler Gremien unserer 17 Gemeinden ermöglicht.

„Wir bedauern beide, dass es in den vergangenen Wochen gelegentlich auch zu persönlichen Angriffen gekommen ist und wünschen uns für die Zukunft einen friedvollen und sachlichen Umgang miteinander und eine gute Zusammenarbeit“, so Schrage und Eickelmann unisono.

Am Montag versammelten sich noch einmal rund 500 Menschen an der Walburga-Kirche, um die Ergebnisse des Runden Tisches zu erfahren. Die Resultate wurden mit viel Beifall bedacht.

Hintergrund

Die neuen Strukturen in den Pastoralen Räumen sorgten seit Ende August für Proteste

Statt einer Zentralisierung forderten die Demonstranten eine Stärkung der selbstständigen Gemeinden vor Ort

Ein runder Tisch wurde am 1. Oktober einberufen

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