550 Kilometer nach Berlin

Sponsorenlauf führt Leverkusener Schüler nach Meschede

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Die Fünft- und Sechstklässler sprinten motiviert Richtung Benediktiner Gymnasium. 

Meschede. Kämpfen, sich gegenseitig pushen und über seine Grenzen gehen – genau das machen aktuell 44 Schüler der Gesamtschule Leverkusen Schlebusch. Bei einem Sponsorenlauf sammeln sie Gelder für den guten Zweck und machen auf ihrem Weg von Leverkusen nach Berlin auch in Meschede Halt.

Mit sechs Bullis, Campingkochern, Schlafsäcken und Abenteuerlust geht es auf die über 550 Kilometer lange Strecke. Zum vierzehnten Mal zieht die „Karawane“ nun schon, so nennt sich das Projekt, von Leverkusen aus in europäische Metropolen.

„Man muss sich dafür bei einem Probelauf bewerben, bei dem jeder seine Ausdauer beweisen muss“, erzählte die Fünftklässlerin Nika van Paridon, die zum ersten Mal bei der Herausforderung mitmacht.

Die Anzahl an Bewerbern sei hoch gewesen, etwa die Hälfte hätten eine Absage bekommen. „Dieses Jahr sind etwa zwei Drittel neue Läufer und ein Drittel, die schon mal mit dabei waren, im Team. Schüler, die sich besonders bewährt haben beim Spendensammeln oder gute Teamplayer sind, nehmen wir auch gerne mehrmals mit,“ erklärte Dirk Rodehüser, Organisator und Sportlehrer im Gespräch mit dem SauerlandKurier.

„Ich will es nach Berlin schaffen“

Die Schüler suchen sich vorab Sponsoren, zum Beispiel aus dem Familien- oder Bekanntenkreis, die pro gelaufenem Kilometer dann eine gewisse Summe spenden. Der Weg bis zur Bundeshauptstadt wird in Teilstrecken absolviert. Jede Teilstrecke wird dann noch mal in sechs Routen unterteilt. Pro Route ist dann ein Team zuständig. Insgesamt sechs Gruppen laufen für den guten Zweck. Fünf Kilometer am Stück sollte jeder Läufer schon schaffen, betont der gebürtige Mescheder Rodehüser.

Nach jedem Kilometer wird aber eine Pause zum Verschnaufen und Trinken eingelegt. „Wer dann sagt, dass er gerade nicht mehr weiterlaufen kann, darf auch erst einmal mit dem Bulli mitfahren“, erläutert die Gesamtschülerin Merle Horstmann.

Für die Schüler ist der Sponsorenlauf ein Abenteuer. „Ich möchte es bis nach Berlin schaffen“, lässt Phillip Mohr seinen Ehrgeiz durchblicken. Für alle sei aber auch der Spaß wichtig, und natürlich der gute Zweck. Traditionell fließt der Erlös zur Hälfte an die Partnerschule in Chinandega in Nicaragua. Mit dem Rest des Geldes wird die Ausstattung der Leverkusener Schule modernisiert. „Unsere Partnerschule in Mittelamerika kann die Gelder gut gebrauchen. Wie die andere Hälfte der Spendengelder eingesetzt wird, entscheidet unsereSchule je nach Bedarf“, sagte Rodehüser.

Nächstes Ziel wird auf der Rückfahrt beschlossen

In Meschede gastieren die Läufer in der Turnhalle des Gymnasiums der Benediktiner. Schulleiter Heinz-Jürgen Plugge ist begeistert von der Idee. „Den Erlös 50 zu 50 aufzuteilen, finde ich toll. Und auch für die Kinder ist das ja ein Erlebnis. Mit was für einem Rückgrat die nach Hause kommen, wenn sie es bis nach Berlin geschafft haben – unglaublich“, schwärmt der Mescheder, der sich so eine Aktion auch für seine Schule vorstellen kann. „Man muss natürlich Lehrer finden, die so einen Lauf dann betreuen. Wenn das gegeben ist, dann gerne.“

Die Läufer werden ihr Ziel am Freitag erreichen. Dann steht noch Sightseeing auf dem Programm. „Wo es dann nächstes Jahr hingeht, das entscheiden wir auf der Rückfahrt nach Leverkusen“, so die Schüler abschließend.

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