Ausschuss und Rat diskutieren Vorentwurf

Sportplatz am Schederweg könnte für Vereinssport geöffnet werden

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Keine Spiele in den Abendstunden: Die Nachtzeit von 22 bis 6 Uhr müsste bei der Sportplatznutzung eingehalten werden.

Meschede. Wie geht es weiter mit dem Schulsportplatz am Schederweg? – Die Stadtverwaltung schlägt dem Mescheder Stadtrat vor, den entsprechenden Bebauungsplan Nr. 23 „Feldstraße“ zu ändern, um die Sportanlage nach Ende des Verfahrens möglicherweise auch für eine Nutzung durch Öffentlichkeit und Vereine zu öffnen. Ein Vorentwurf für die Planänderung ist jetzt Thema im Stadtentwicklungsausschuss.

Hintergrund: Die Sportplätze in der Mescheder Kernstadt decken aktuell nicht mehr den Bedarf der Sportvereine an Flächen für den Fußball. Deshalb hatte der Stadtrat im Mai beschlossen, die Einleitung eines Bauleitplanverfahrens vorzubereiten. Der bisherige Schulsportplatz am Schederweg könnte so zu einem allgemeinen Sportplatz werden, der dann – außerhalb der schulischen Nutzung – auch der Öffentlichkeit und den Vereinen zur Verfügung stehen könnte.

Allerdings: Dafür sind Lärmschutzmaßnahmen notwendig, um ein Überschreiten der Immissionsrichtwerte zu verhindern – das hatte ein schalltechnisches Fachgutachten ergeben. Deshalb schlägt die Stadtverwaltung ein umfangreiches Maßnahmenpaket vor: So sollen pro Tag maximal zwei Spiele im Wettkampfbetrieb zulässig sein - allerdings nicht an Tagen, an denen die Anlage auch durch die Schulen genutzt wird. An Spieltagen wäre ein zusätzlicher Trainingsbetrieb nicht möglich. Bei Wettkämpfen wären zudem maximal 200 Zuschauer zulässig; eine Lautsprecher- oder andere Beschallungsanlage dürfte es auf der Anlage nicht geben. Zudem müssten die Nachtzeit von 22 bis 6 Uhr sowie die morgendlichen Ruhezeiten werktags von 6 bis 8 sowie sonn- und feiertags von 6 bis 9 Uhr für die Sportnutzung tabu bleiben.

Anliegern können sich ins Verfahren einbringen

Wichtig dabei: Es handelt sich aktuell einen Vorentwurf - also erst den Einstieg in das formale Verfahren. Klaus Wahle, Leiter des Fachbereichs Planung und Bauordnung, stellt klar: „Bauleitplanverfahren sind stets Verfahren mit offenen Ausgang.“ Ein möglicher Zeitplan: Im Juli könnte der Rat die Einleitung des Verfahrens beschließen. Eine frühzeitige Beteiligung der Öffentlichkeit würde voraussichtlich vom 19. Juli bis 20. August stattfinden. Dann kann der Vorentwurf von allen interessierten Bürgern eingesehen werden - ebenfalls können sie während dieser Frist Stellungnahmen zu dem Vorhaben abgeben. Im September könnte der Rat daraufhin beschließen, einen – dann möglicherweise überarbeiteten - Entwurf öffentlich auszulegen - bevor voraussichtlich im Dezember der Stadtrat den abschließenden Satzungsbeschluss treffen würde. Während der öffentlichen Auslegung haben interessierte Bürgerinnen erneut die Möglichkeit, Bedenken, Anregungen oder weitere Stellungnahmen zu dem Projekt abzugeben - Klaus Wahle: „So haben auch die Anlieger die Möglichkeit, sich mit ihren Positionen in dieses Verfahren einzubringen.“

Sollte der Stadtrat zustimmen, würde es zudem eine Bürgerinformationsveranstaltung geben, um Inhalte und Ziele des Planverfahrens vorzustellen. Dieser Info-Abend würde dann am Donnerstag, 12. Juli, um 19 Uhr in der Aula des Gymnasiums der Stadt Meschede stattfinden.

Erstmals Thema ist der Einstieg in ein Änderungsverfahren zum Bebauungsplan in der Sitzung des Ausschusses für Stadtentwicklung am morgigen Donnerstag, 28. Juni, bevor der Stadtrat am Donnerstag, 5. Juli, voraussichtlich eine Entscheidung treffen wird. Beide Sitzungen beginnen um 17 Uhr im Mescheder Rathaus und sind öffentlich.

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