Miteinander im Mittelpunkt

Ehrenamt und Werte stehen bei IMW-Jahresempfang im Fokus

Bürgermeister Christoph Weber, Altabt Stephan Schröer und IMW-Vorsitzender Meinolf Ewers (v.l.) beschworen in ihren Ansprachen den Gemeinsinn und und das bürgerschaftliche Engagement.

Meschede. Mehr als 300 geladene Gäste aus Politik, Wirtschaft, öffentlichem Leben und Vereinen kamen am Freitagabend zum traditionellen Jahresempfang der Interessengemeinschaft Mescheder Wirtschaft und der Stadt Meschede zusammen. Durch die Schließung der Stadthalle, bedingt durch die Umbauarbeiten im ehemaligen Hertie-Haus, fand der Empfang erstmals im Abteiforum der Abtei Königmünster statt.

Über die Tatsache, dass die Veranstaltung umziehen musste, freute sich der Vorsitzende der IMW Meinolf Ewers gleichermaßen wie Bürgermeister Christoph Weber. „Da tut sich was“, stellte Meinolf Ewers in seiner Begrüßung und Einführung bezüglich der Arbeiten am ehemaligen Kaufhaus erfreut fest.

Doch der Vorsitzende der IMW hatte nicht nur Positives aus dem letzten Jahr zu berichten. Globale Themen wie beispielsweise der VW-Abgas-Skandal seien auch in der heimischen Wirtschaft Thema und haben dem „German Engineering“ weltweit geschadet. Man stelle fest, dass sich die Dax-Vorstände mehr Gedanken über Bonuszahlungen machten, als sich um die Interessen von Mitarbeitern und Kunden zu kümmern.

Genau anders würden allerdings die kleinen und mittleren Unternehmen der Region agieren, denn diese setzten auf eine faire und auf Augenhöhe basierende Vereinbarung, die auch eine längere Zusammenarbeit ermögliche. In diesen Zusammenhang passte auch der Vortrag von Altabt Stephan Schröer zum Thema „Mit Werten führen – Gedanken eines Benediktinermönches“, der nicht nur die Arbeit in der Abtei vorstellte, sondern auch für ein „Miteinander“ in den Betrieben warb.

Ehrenmedaille in Abwesenheit verliehen

Denn man brauche zwar in den Unternehmen und Betrieben eine klare Führung, jedoch dürfe diese andere nicht entmündigen. Nur so könne vermieden werden, dass die Kreativität der jungen Menschen. Wie auch in anderen Bereichen sollten die Jungen von den Erfahrungen der Älteren profitieren und gepaart mit innovativen Ideen zu neuem Aufschwung führen.

Das Schlusswort zur Veranstaltung sprach Bürgermeister Christoph Weber, der besonders den vielen Organisatoren des Abends seinen Dank aussprach. Anlässlich des Jahresempfangs wollte Bürgermeister Weber die Ehrenmedaille der Stadt Meschede an Elsa Feldmann überreichen, doch diese war kurzfristig erkrankt und konnte die Auszeichnung nicht persönlich in Empfang nehmen. Die Laudatio hielt Christoph Weber jedoch trotzdem und lobte dabei das langjährige beispielhafte, bürgerschaftliche Engagement der Preisträgerin und hob den Stellenwert des Ehrenamtes hervor.

„Überall sind Ehrenamtliche tätig und gewährleisten mit ihrer Arbeit nicht nur das Funktionieren, sondern auch die Lebensqualität unserer Gesellschaft“, so Weber, der zugleich auch mahnte: „Wenn wir uns einmal kurz vorstellen, wie unsere Gesellschaft ohne ehrenamtlich Tätige im sozialen, kulturellen, sportlichen und politischen Bereich sowie im Vereinswesen aussähe, dann wird so gleich klar, wie wichtig diese Freiwilligenarbeit ist.“

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