Gemeinsamer Hochwasserschutz

Stadt Mescheder erinnert Bürger an Pflicht zur Straßenreinigung

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So wie hier nach Orkan Friederike im Jahr 2018 müssen Gehwege, wasserführende Rinnensteine und Straßen gereinigt werden. Die Stadt Meschede bittet dabei um Unterstützung der Bürger und erinnert an die Reinigungspflicht. 

Meschede. Nach dem Sturm in den vergangenen Tage n finden sich überall am Straßenrand derzeit noch kleine Äste und Blätter. Die Stadt Meschede bittet alle Bürger nun um Unterstützung bei der Straßenreinigung. So fordert die Stadtverwaltung dazu auf, Gehwege und insbesondere die – wasserführenden – Rinnsteine zu reinigen. Sie erinnert dabei auch daran, dass Grundstückseigentümer oder Erbbauberechtigte sogar dazu verpflichtet sind. 

Denn nach dem starken Wind in den vergangenen Tagen liegt aktuell viel Feingeäst, Laub und Kehrricht an den Straßenrändern – „wenn solche Abfälle länger liegenbleiben, werden sie beim nächsten Regen in den Gully geschwemmt“, weiß Marc Böhm, Leiter des Integrierten Baubetriebshofes (IBB) der Stadt Meschede. Problem: Aktuell lässt die Stadt Meschede turnusgemäß die Regenabläufe reinigen – gerade deshalb sind saubere Rinnensteine momentan besonders wichtig. „Wenn danach sofort wieder Kehrricht eingeschwemmt wird, ist die Gefahr groß, dass Straßeneinläufe bei starkem Regen weniger Wasser aufnehmen, als eigentlich möglich wäre“, erklärt Marc Böhm. Und wenn Wasser nicht ablaufen kann, steigt die Gefahr von Schäden.

Denn von einer funktionierenden Straßenentwässerung profitieren alle: Die Gefahr von Hochwasserereignissen – zum Beispiel bei Starkregen – werde vermindert; nach dem Winter könne mögliches Schmelzwasser besser ablaufen und auch das Risiko von Wasserschäden an Gebäuden werde minimiert.

Satzung verpflichtet zur Pflege von Gehwegen und öffentlichen Straßen

Nach der geltenden Straßenreinigungssatzung der Kreis- und Hochschulstadt Meschede sind Grundstückseigentümer oder Erbbauberechtigte sogar verpflichtet, Gehwege und öffentliche Straßen an ihren Grundstücken zu reinigen – und die Abfälle, die so zusammenkommen, ordnungsgemäß zu entsorgen.

Letztlich erweise man sich auch einen Bärendienst, wenn man zum Beispiel Laub aus dem Rinnenstein nicht in die Biotonne packt, sondern in den nächsten Gully kehrt, so Marc Böhm: „Wenn dann bei Starkregen das Wasser auf das eigene Grundstück zurückläuft, weil es wegen eines verstopften Gullys nicht ablaufen kann, ist dieser Schaden um ein Vielfaches aufwändiger, als an freien Regenabläufen mitzuwirken.“

Info: Weitere Tipps rund um den optimalen Schutz vor Hochwasser finden Interessierte hier.

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