Positive Bilanz

Stadthalle Meschede: Über 25.000 Besucher an 71 Belegungstagen 

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Ein neuer Bildschirm am Eingang der Mescheder Stadthalle informiert über das Programm.

Meschede. Viele Veranstaltungen, eine gute Auslastung - und eine hohe Akzeptanz: Eine positive Bilanz zur „neuen“ Stadthalle konnte jetzt Stadtkämmerer Jürgen Bartholme ziehen. In der Sitzung des Haupt-, Finanz- und Wirtschaftsausschusses - die in der Stadthalle stattfand - präsentierte er die Zahlen des ersten vollständigen Veranstaltungs- und Wirtschaftsjahrs seit der Wiedereröffnung im Herbst 2018.

An insgesamt 71 Belegungstagen im Jahr 2019 haben über 25.100 Besucherinnen und Besucher die Veranstaltungen in der Stadthalle besucht. Die Auslastungsquote der Veranstaltungen liegt bei hervorragenden 81 Prozent - „Spitzenreiter“ dabei waren unter anderem der Weihnachtstraum, die Nacht der Musicals, aber auch die Comedy-Show, der Auftritt der Philharmonie Südwestfalen oder - aus dem Bereich der Kultur für Kinder - das Musical „Die kleine Mundharmonika“.

Der „Löwenanteil“ der Veranstaltungen - über 60 Prozent - lag dabei im kulturellen Bereich: 35 Prozent aller Veranstaltungen fallen in die Rubrik „kulturell - nicht kommerziell“, 28 Prozent werden unter „kulturell - kommerziell“ eingeordnet. 18 Prozent der Veranstaltungen waren Messen, Kongresse oder Betriebsversammlungen. Über 65 Prozent aller Veranstaltungen in der Stadthalle finden am Wochenende statt - mit acht bzw. drei Prozent sind der Dienstag und der Mittwoch die Tage mit den wenigsten Veranstaltungen.

Mit Auslastung "gut unterwegs"

Rund 400.000 Euro steuert die Stadt Meschede aus ihrem Haushalt pro Jahr für Betrieb und Unterhaltung der Stadthalle bei - dieser Betrag entspreche völlig den vorherigen Kalkulationen, so Jürgen Bartholme. Zu erwarten sei, dass die Summe sich auch künftig in dieser Größenordnung bewege - trotz der sich sehr positiv entwickelnden Nutzung. Hintergrund: Bei mehr Nutzungstagen steigen auch Personalkosten und Betriebsaufwand etwa für Strom, Heizung und Wartung - höheren Einnahmen stehen höhere Ausgaben gegenüber.

Der Zuschuss, der für die Stadthalle gezahlt werde, „ist der Beitrag der Stadt, um Kultur anbieten zu können“, brachte es SPD-Fraktionschef Jürgen Lipke auf den Punkt. Auch wenn man diesen Zuschussbedarf auf Dauer behalte, sei man mit einer Auslastung von 81 Prozent „schon gut unterwegs“. Jürgen Lipke dankte Jürgen Bartholme und seinem Team für die gute Arbeit - ebenso wie Martin Eickelmann (CDU): „Es bleibt zu hoffen, dass die erfolgreiche Arbeit so weitergeführt wird.“

Auch UWG-Fraktionsvorsitzende Maria Gödde-Rötzmeier dankte den Beteiligten. Sie wünsche sich eine noch stärkere Akquise kommerzieller Veranstaltungen - diese Möglichkeiten seien wohl mit Blick auf den Personalbestand begrenzt. Dr. Jobst Köhne (FDP) regte an, auf Bildschirmen in der Innenstadt Veranstaltungen in der Stadthalle zu bewerben - ein solcher Bildschirm sei im Eingangsbereich der Stadthalle gerade erst installiert worden, so Bürgermeister Christoph Weber.

Feedbackmöglichkeit und Servicenummer

Um Kosten verursachergerechter berechnen zu können, gilt ab dem 1. Mai bei Neu-Buchungen ein neues Preis-Tableau. Neu unter anderem: Zeiten für Auf- und Abbau sowie Proben außerhalb des Veranstaltungstages werden in der Regel mit 25 Prozent der Grundmiete berechnet. Für Verbrauchskosten gibt es eine Pauschale und die Stundensätze - zum Beispiel für den Stadthallenmeister - werden den tatsächlichen Kosten angepasst. Jürgen Bartholme: „Auf diese Weise können wir die Kosten so berechnen, wie sie tatsächlich entstehen.“

Gleichzeitig machte er mit Christina Wolff, Geschäftsführerin des Mescheder Stadtmarketings, deutlich, dass man Betrieb und Vermarktung der Stadthalle ständig weiterentwickele. So werden zum Beispiel eine Feedbackmöglichkeit für Veranstalter und eine Servicenummer geprüft. Das Fußgängerleitsystem könnte ebenso ergänzt werden wie die Beschilderung der Tiefgarage. Auch eine generelle Messe- bzw Märktegenehmigung soll geprüft werden - was auf die Zustimmung von CDU-Fraktionschef Marcel Spork stieß: Gerade der Bereich „Messen, Kongresse und Betriebsversammlungen“ sei eine Möglichkeit, die Auslastung während der bislang nicht so stark genutzten Wochentage zu steigern.

Fazit von Jürgen Bartholme: Die neue Organisationsstruktur habe „sich absolut bewährt“. Das Zusammenspiel zwischen der Stadthallen GmbH, die für das „operative Geschäft“ zuständig ist, der Stadtverwaltung und dem Stadtmarketing, das für die Vermarktung verantwortlich zeichnet, laufe reibungslos. Der interne Arbeitskreis „Stadthalle“ treffe sich weiter regelmäßig und sei dabei zu einer Art „Ideenschmiede“ geworden, so Jürgen Bartholme: „Die Weiterentwicklung der Stadthalle ist ein laufender Prozess, der noch bei weitem nicht abgeschlossen ist.“

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