Schwerpunkte Visbeck, Berge und Olpe

Starkregen und Hochwasser im Stadtgebiet Meschede: Einsatzkräfte per Sirene alarmiert

Alle Hände voll zu tun hatte die Feuerwehr in Berge, um den Wassermassen Herr zu werden.
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Alle Hände voll zu tun hatte die Feuerwehr in Berge, um den Wassermassen Herr zu werden.

Im Dauereinsatz befanden sich am Mittwoch auch die Feuerwehren und Löschgruppen im Stadtgebiet Meschede. Das Unwetter mit Starkregen durch Sturmtief Bernd sorgte vormittags zunächst nur für einzelne Einsätze, am Nachmittag nahm das Einsatzaufkommen aber stark zu. Daher wurden die Einsatzkräfte im Stadtgebiet auch per Sirene alarmiert. Schwerpunkte waren die Ortsteile, Visbeck, Berge und Olpe.

WIe Feuerwehr der Stadt Meschede mitteilt, besetzte Einsatzleiter Dennis Pingel zusammen mit der Funkgruppe zunächst die Fernmeldebetriebsstelle im Feuerwehrhaus Meschede, um von dort aus die Flächenlage zu koordinieren. Dies geschah bis zu dem Zeitpunkt, an dem der Hochsauerlandkreis die Großeinsatzlage ausgerufen hatte und die Einsatzleitung somit durch den HSK übernommen wurde.

Das Einsatzgeschehen beschränkte sich überwiegend auf die Ortsteilen Visbeck, Berge und Olpe, die massiv vom Hochwasser und den Überschwemmungen betroffen waren. Durch die generelle Betroffenheit aller Gebietskörperschaften habe man nicht, wie sonst üblich, auf nachbarschaftliche Hilfe oder Hilfe aus dem Regierungsbezirk zurückgreifen können, so die Feuerwehr. Förmlich sei die Stadt „auf sich alleine gestellt gewesen“, was auch durch tatkräftige Unterstützung der Bevölkerung die Stärke und Schlagfertigkeit unter Beweis gestellt habe.

Knietief standen die Einsatzkräfte wie hier in Visbeck in den Schlamm- und Wassermassen.

Einsatzleiter Dennis Pingel bedankt sich deshalb ausdrücklich bei allen Einsatzkräften für die geleistete Arbeit, die die ganze Nacht und auch den Folgetag anhielten. Im Stadtgebiet gab es im ganzen Zeitraum keine Verletzten. Auch die zahlreich eingesetzten Einsatzkräfte konnten zwar erschöpft, aber wohlauf zu ihren Familien zurückkehren.

Rund 300 Einsatzkräfte waren an einer Vielzahl von Einsatzstellen über Stunden gebunden.

Kritisch war die Lage zeitweise auch an den Talsperren: Laut Polizei war der Hennesee bereits am Abend an einigen Stellen über die Ufer getreten. Der Ruhrverband bestätigte auf Kurier-Nachfrage, dass die Talsperre voll gefüllt und der Hochwasserüberlauf angesprungen sei. Pressesprecher Markus Rüdel berichtet: „Wir haben hier aktuell einen Zufluss von 23 Kubikmeter pro Sekunde und eine Abgabe von 24,8 Kubikmeter pro Sekunde. Die Zuflüsse sind leicht rückläufig.“

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