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328 Stufen zur Dammkrone

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Vom Fuße des Staudamms geht es 328 beleuchtete Stufen hinauf zur Dammkrone. Foto: Andre Geißler
Vom Fuße des Staudamms geht es 328 beleuchtete Stufen hinauf zur Dammkrone. Foto: Andre Geißler

Stimmungsvoll in winterlichem Ambiente präsentiert sich zurzeit die Himmelstreppe am Hennedamm in Meschede. Die 328 Stufen laden dank der Beleuchtung auch in den Abendstunden zum Erklimmen der Dammkrone ein. Baubeginn für die Himmelstreppe war im Januar 2014.

Zweites Schmuckstück ist die 140 Quadratmeter große Aussichtsplattform. Sie ragt über den Staudamm hinaus stadteinwärts ins Tal. Die zu nutzende Fläche der 365,50 Meter langen Dammkrone wurde erheblich vergrößert, im Schnitt misst sie jetzt 7,60 Meter, an der breitesten Stelle sogar neun Meter.

Damit wird es wieder möglich, ab 2016 auf der Dammkrone ein Henneseefest zu feiern. Denn Fluchtwege gibt es jetzt – wie gesetzlich vorgeschrieben – alle 120 Meter.

Auf der westlichen Dammseite wurde eine knapp 87 Meter lange Fluchtwegerampe gebaut. Am östlichen Damm-Rand wurde der vorhandene Fußweg verlängert, um als zusätzlicher Fluchtweg dienen zu können.

Wieder verwendet werden konnte das bisherige Geländer auf der Seeseite der Dammkrone. Ein hölzerner Handlauf wurde zusätzlich montiert. Auch die bisherigen Bänke des Ruhrverbandes fanden wieder ihren Platz auf dem Damm. 457,50 Meter lang ist der neue Henne-Boulevard vom Damm bis zur Bootsanlegestelle.

Die barrierefreie Alternative an den Treppen vorbei misst 576,50 Meter. Zwei aus wetterfestem Corten-Stahl gebaute Balkone – der eine 60, der andere 20 Quadratmeter groß – ragen auf den See hinaus und ermöglichen ungewöhnliche Ausblicke. 24 Pollerleuchten machen es möglich, auch bei Dunkelheit bis zum Schiffsanleger wandern zu können. 25 neue Bäume wurden gepflanzt. Die neun Lichtstelen auf dem Hennedamm und am Schiffsanleger sowie die 24 Pollerleuchten sind allesamt mit LED-Leuchtmitteln ausgestattet.

Auch in der Bucht, in der die MS Hennesee anlegt, die bisher etwas freudlos wirkte, hat sich eine Menge getan: Ein Holzdeck mit fünf Tischen und neun Bänken wurde errichtet, welches ebenfalls barrierefrei erreichbar ist. Neben dem Fahrkarten-Kiosk wurden fünf neue Behindertenparkplätze gebaut. Die Schranke an der Zufahrt von der B55 hinab zum See können Behinderte künftig mit dem in ganz Europa üblichen Euro-Schlüssel selbstständig öffnen.

Die Kosten für diese Projekte rund um den Hennedamm betragen insgesamt 1,488 Millionen Euro. Davon tragen EU und Land 80 Prozent, die Stadt Meschede 20 Prozent. Endgültig sind die Zahlen noch nicht: Die Schlussrechnung wird derzeit geprüft.

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