„DNA für die Zukunft“ 

Südwestfalen will Modellregion für digitale Transformation werden

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„Das klassische Gewerbegebiet ist nicht mehr die Antwort.“ Hubertus Winterberg (l.), Geschäftsführer Südwestfalen Agentur GmbH, fordert verstärkt digitale Konzepte.

Meschede/Hochsauerland. Südwestfalen fit für die nächste Generation machen und dabei die Möglichkeiten der Digitalisierung auch für die regionale Entwicklung nutzen – das sind zwei übergeordnete Ziele der Regionale 2025. Um der heimischen Wirtschaft Perspektiven und Chancen aufzuzeigen, lud der Hochsauerlandkreis in dieser Woche interessierte Unternehmen aus dem Kreisgebiet zu einer Informationsveranstaltung in das Kreishaus nach Meschede ein.

„Das Interesse an der Regionale 2025 ist groß. Eine spannende Aktion, die mit vielen Fördergeldern zutun hat“, so Landrat Dr. Karl Schneider. „Bereits die Regionale 2013 hat dazu beigetragen, dass Fördergelder in Höhe von 15 Millionen Euro geflossen sind, die weitere 300 Millionen Euro an Folgeinvestitionen ausgelöst haben.“ Schneider lobte die Regionale 2025, sie sei ein Instrument, das mit ihren drei Eigenschaften – digital, nachhaltig und authentisch – die Region Südwestfalen nach vorne bringt.

Hubertus Winterberg, Geschäftsführer Südwestfalen Agentur GmbH, sprach sich anschließend für eine Konkretisierung der Ideen aus. „Die Ziele müssen definiert werden, wie Wirtschaft und Wissenschaft näher zusammengebracht werden, neue Lebensqualität geschaffen wird und zugleich die Attraktivität der Region gesteigert wird. Gemeinsam sind wir deutlich stärker“, so Winterberg. Bereits auf der Regionale 2013 seien 42 Projekte initiiert worden. Das habe eine neue Akzeptanz geschaffen.

Blickwinkel junger Menschen beachten

Die drei klar formulierten Ziele der Region Südwestfalen sind es: Stärkste Region bis 2030 zu werden, für ein gutes Leben mit guter Arbeit zu sorgen und eine gute Art und Weise im Umgang miteinander zu schaffen. Dafür sei ein Imagewandel notwendig. „Der Blick junger Menschen auf die Region ist nach Umfragen in Schulen: langweilig, Natur, Bauernhof, wenig Freizeitangebote, verlassen, Schützenfest oder auch hässliche Region. Laut der Generation global sind die richtigen Botschaften das A und O. Nach den Bedürfnissen ,Heimat‘, ,Sehnsucht nach Gemeinschaft‘ und ,Stellenbesetzung‘ müssen wir die Welt von Morgen erobern und gemeinsam Räume erarbeiten“, lautete der Appell von Hubertus Winterberg.

Die Chance, die Region für 2030 zukunftssicher aufzustellen, sei nach Meinung des Geschäftsführers der Südwestfalen Agentur nur dann gegeben, wenn der Blickwinkel der jungen Menschen berücksichtigt wird und die Digitalisierung als Instrument genutzt wird. „Am 14. März 2017 wurde beschlossen, dass Südwestfalen die Regionale 2025 ausrichtet. Unser Ziel ist es, Modellregion für die digitale Transformation zu werden. Drei Handlungsfelder sind dabei zu berücksichtigen: Raum, Gesellschaft sowie Wirtschaft und Arbeit. Wir haben 150 Weltmarktführer vor Ort. Da müssen wir doch in der Lage sein eine Region zu schaffen, in der Fachkäfte sich zuhause fühlen“, so Hubertus Winterberg. 

"Das klassische Gewerbegebiet ist nicht mehr die Antwort."

Zukunftsweisende Projekte zur Standortsicherung und -verbesserung, die Entwicklung einer „Digitalen Komeptenzlandschaft“ in Zusammenarbeit mit Unternehmen, Instituten, Fachhochschulen und Universitäten als auch Kammern sowie die Schaffung inspirierender Räume sollen dazu beitragen, eine besondere Ausstrahlung zu schaffen und somit Anziehungspunkt für Fachkräfte und Existenzgründer zu sein.

„Das klassische Gewerbegebiet ist nicht mehr die Antwort. Wir müssen realisierungsfähig Konzepte entwickeln, herausragende Ideen umsetzen und viele Leute für die Regionale 2025 hinzuziehen. Die Bezirksregierung Arnsberg hilft uns Fördergelder für die Projekt zu beschaffen“, erklärte Winterberg zum Abschluss der Informationsveranstaltung.

Regionale 2025

  • Die Region Südwestfalen ist ein Zusammenschluss aus fünf Kreisen (Hochsauerlandkreis, Kreis Soest, Märkischer Kreis, Kreis Olpe und Kreis Siegen-Wittgenstein)
  • Insgesamt umfasst das Gebiet 59 Städten und Gemeinden mit 1,4 Millionen Menschen.
  • Mit der Regionale 2025 möchte sich die Region mit vielen Partnern zukunftsfähig und fit für die nächste Generation machen und dabei die Möglichkeiten der Digitalisierung für regionale Zwecke und Entwicklungen nutzen.

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