Holzkoffer wurden von Spezialisten untersucht

Bombenalarm in Meschede: Entwarnung am späten Abend

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Ein verdächtiger und herrenloser Koffer rief am Mittwochabend die Polizei auf den Plan.

Meschede. Große Aufregung am Mittwochabend in Meschede: Die Polizei war gegen 18.20 Uhr von Bürgern alarmiert worden, die einen herrenlosen Koffer auf dem Parkplatz am REWE entdeckt hatten. Nach kurzer Beratung entschieden sich die Beamten dazu, den Gegenstand von Experten der Bundespolizei untersuchen zu lassen.

Die rückten aus Mönchengladbach an. Die Polizei vor Ort sperrte zwischenzeitlich den Bereich rund um den Koffer ab. Auch der Bahnverkehr, der hinter dem Parkplatz verläuft, musste eingestellt werden. Die Spezialisten der Bundespolizei begannen gegen 21 Uhr mit der Untersuchung des Koffers, unter anderem mittels Röntgenstrahlung. Gut eine Stunde später die Entwarnung: Der Koffer ist leer.

Ludger Rath, Pressesprecher der Kreispolizeibehörde im Hochsauerlandkreis, teilte dem SauerlandKurier am Donnerstagmorgen auf Nachfrage mit, dass es sich um einen Holzkoffer gehandelt habe, der allerdings durch einen Anstrich aus der Ferne eine Aluminiumoptik gehabt habe. Er verteidigte das Vorgehen der Kollegen: "Man kann nicht zu einem solch verdächtigen Gegenstand hingehen und ihn einfach öffnen. Dann kann es schon zu spät sein. Dafür haben wir Spezialisten mit der entsprechenden Ausrüstung."

Angesichts der aktuellen Bedrohungslage im Lichte der Terror-Attentate von Paris schließt Rath nicht aus, "dass da jemand provozieren wollte". Für wahrscheinlicher hält die Polizei jedoch die Theorie, dass der Koffer am Parkplatz entweder schlichtweg vergessen wurde oder entsorgt werden sollte. Zeugen, die entsprechende Beobachtungen gemacht haben, sollen sich bei der Polizei melden. "Wir ermitteln weiter, wer hierfür verantwortlich gemacht werden kann", so Rath abschließend.

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