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Tobewiese statt Friedhof

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Friedhofsverwalter Reinhard Paul zeigt einen Grabstein, der von frei laufenden Hunden auf dem Ehrenfriedhof teilweise ausgebuddelt wurde.	 Foto: Stadt Meschede
Friedhofsverwalter Reinhard Paul zeigt einen Grabstein, der von frei laufenden Hunden auf dem Ehrenfriedhof teilweise ausgebuddelt wurde. Foto: Stadt Meschede

Ein Grabstein wurde an einer Seite ausgebuddelt, überall verteilt finden sich Löcher im Rasen. Der Ehrenfriedhof in Eversberg wird offenbar immer häufiger als Tobewiese für Hunde missbraucht. „Pietätlos“ sei das, sagt Friedhofsverwalter Reinhard Paul von der Stadt Meschede: „Hier liegen Kriegstote begraben.“

Er selbst hat es beobachtet, es gab auch schon Beschwerden. Hunde laufen frei auf dem Friedhof herum, toben zwischen den Grabsteinen. Offenbar wurden die Kreuze genutzt, um dahinter Dinge zu verstecken, die die Hunde dann suchen sollten.

Die Vierbeiner buddeln auf den Gräbern, hinterlassen tiefe Löcher, die – so der Friedhofsverwalter – definitiv nicht von Kaninchen verursacht worden sein können.

Das Problem ist nicht neu: „Das haben wir nicht zum ersten Mal, aber in diesem Sommer wird es immer mehr“, berichtet Reinhard Paul.

Drei Besucher, die ihre fünf bis sechs Hunde dort gemeinsam toben ließen, hat Reinhard Paul neulich angesprochen und aufgefordert, die Tiere auf dem Friedhof anzuleinen. Die Reaktion? „Keine. Die haben nicht mal ,Guten Tag‘ gesagt, sondern sind einfach wortlos weggegangen“, schüttelt er den Kopf.

Er appelliert an Hundehalter, sich daran zu halten, dass Hunde auf dem 1961 eingeweihten Ehrenfriedhof an einer kurzen Leine zu führen sind. Ein entsprechendes Schild erinnert inzwischen daran.

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