Landwirt Karl-Ludwig Kotthoff im Finale des CeresAward

Tradition und Moderne

Karl-Ludwig Kotthoff steht heute im bundesweiten Finale des CeresAward. Foto: Phillip Ledényi für dlz agrarmagazin

Karl-Ludwig Kotthoff bewirtschaftet gemeinsam mit seinen Eltern einen Milchviehbetrieb in Vellinghausen im Sauerland in der Nähe von Meschede. Ein hochmoderner, tierfreundlicher Stall und eine Familie die zusammen anpackt. Das sind zwei Zutaten, die dem jungen Landwirt aus Meschede als modernen Landwirt auszeichnen. Er steht damit in der Kategorie Milchviehhalter im Finale des CeresAward, dessen Gewinner am Mittwochabend, 15. Oktober in Berlin ausgezeichnet werden.

Der Hof ist seit zwölf Generationen in Familienbesitz. Im Juli 2013 sind die Kühe in einen neuen Boxenlaufstall gezogen. Derzeit werden dort 145 Kühe an zwei Melkrobotern gemolken. Die derzeitige durchschnittliche Milchleistung liegt bei 9.800 kg pro Kuh und Jahr.

„Der Bau des Milchviehstalls macht mich besonders stolz“, sagt Kotthoff. Planung und Bau seien eine große Herausforderung gewesen. Doch es habe sich gelohnt. „Wir sparen Zeit, weil die Arbeitsabläufe effektiver sind. Außerdem hat sich die Tiergesundheit verbessert. Und uns macht die Arbeit im neuen Stall mehr Spaß“, ergänzt der 23-Jährige.

Der junge Betriebsleiter hat im August 2013 seine Ausbildung zum staatlich geprüften Agrarbetriebswirt an der Höheren Landbauschule abgeschlossen. Mit dem neuen Stall wurde die melkende Herde um 55 Tiere, das heißt, um fast 40 Prozent vergrößert. Karl-Ludwig Kotthoff ist für die Abläufe in der Außenwirtschaft, aber auch für das Management des Milchviehbetriebs und die Buchführung zuständig. Der Betrieb bewirtschaftet 147 Hektar landwirtschaftliche Nutzfläche, davon sind 45 Hektar Wald.

Karl-Ludwig Kotthoff möchte künftig die Öffentlichkeitsarbeit auf seinem Betrieb deutlich forcieren. Dabei sieht er die Möglichkeit, den Hof zu einem Erlebnis- und Lernbauernhof zu entwickeln. Dazu passt nach Ansicht des Betriebsleiters die Kooperation mit einem Nachbarbetrieb, der Ferien auf dem Bauernhof anbietet. In einem weiteren Schritt ist ein Bauernhof-Café auf dem Hofstandort geplant.

Die Ceres-Juroren Folkert Onken, Deutscher Verband für Leistungs- und Qualitätsprüfungen (DLQ), Markus Wagner, Alltech, und Markus Pahlke, dlz agrarmagazin, sind sich in ihrer Beurteilung einig: „Basis für den Betriebserfolg ist eine enge Zusammenarbeit im Familienverbund. Tradition und Moderne werden auf dem Hof gut miteinander verbunden.“

Das ist der CeresAward:

Der CeresAward zeichnet Landwirte aus dem gesamten deutschsprachigen Raum aus, die als Unternehmer erfolgreich sind und Verantwortung für Mitmensch, Natur und Tier wahrnehmen.

Er wird 2014 zum ersten Mal verliehen.

Die Auszeichnung wird im Rahmen einer festlichen Gala am 15. Oktober in Berlin übergeben.

30 Finalisten aus ganz Deutschland und der Schweiz treten an.

Namenspatin für den CeresAward ist Ceres, die römische Göttin des Ackerbaus, der Fruchtbarkeit, des Wachsens und Gedeihens

Initiator des CeresAward ist mit dem dlz agrarmagazin einer der auflagenstärksten überregionalen Fachtitel für Landwirte im deutschsprachigen Raum

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