Platz für 90 bis 100 Kinder

U3-Betreuung wird in Meschede weiter ausgebaut

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Stefan Goesmann, Geschäftsführer des AWo-Unterbezirks Hochsauerland/Soest, Werner Kemper, Sprecher der Geschäftsführung Klinikum Hochsauerland und Bürgermeister Christoph Weber(v.l.) stellten das neue Kita-Projekt in Meschede vor.

Meschede. In Meschede tut sich was –und zwar im Bereich der Planung von neuen Kindertageseinrichtungen, denn sowohl für die Kreis- und Hochschulstadt als auch für die hier ansässigen Unternehmen ist eine qualifizierte Kinderbetreuung von herausragender, teilweise sogar existentieller Bedeutung. Insgesamt 34 Kitaplätze fehlen momentan im Osten und Westen im Bereich U3 (Betreuungsangebot für Kinder unter drei Jahren).

Auf Initiative der Stadt Meschede haben sich das St. Walburga-Krankenhaus des Klinikums Arnsberg, der AWo-Unterbezirk Hochsauerland/Soest und der Hochsauerlandkreis zusammengefunden, um das Betreuungsangebot in Meschede für Kinder im Alter von vier Monaten bis sechs Jahren deutlich auszubauen.

Kita auf dem Gelände des Krankenhauses

„Wir haben ein elementares Interesse daran, die Kinder unserer Mitarbeiter während ihres Dienstes bei uns im Krankenhaus adäquat zu versorgen. Für viele, die zu uns kommen, ist es ein entscheidender Punkt, die Kinder in einem nahegelegenen Kindergarten unterzubringen. Nach einer Veranstaltung im November 2017 in Bestwig kam uns die Idee, eine Kindertageseinrichtung auf dem Grundstück des St. Walburga-Krankenhauses errichten zu lassen, denn wir möchten als Krankenhaus einen Kinderhort in der Nähe haben“, so Werner Kemper, Sprecher der Geschäftsführung Klinikum Hochsauerland. Eine Idee, die bei Meschedes Bürgermeister Christoph Weber und Stefan Goesmann, Geschäftsführer des AWo-Unterbezirks Hochsauerland/Soest, auf offene Ohren stieß.

Plan des klassischen Investorenmodells ist es, dass der vorhandene Platz (4500 Quadratmeter) von der Alexianer-Misericordia GmbH zur Verfügung gestellt und vermietet wird, ein Investor einen fünfzügigen Kindergarten baut und die Kindertageseinrichtung dann weiter an die AWo verpachtet wird. Die angestrebte Symbiose soll dazu dienen, den fehlenden Bedarf an Kindertagesplätzen in Meschede langfristig zu sichern sowie zusätzliche Arbeitsplätze zu schaffen. „Die AWo ist Träger von zwei Kindertagesstätten in Meschede, der ,Kleinen Wolke' und der Kindertageseinrichtung ,Mikado'. Unsere Kindertagesstätte Mikado im Norden der Stadt hat keine Möglichkeiten zu expandieren und ist nur noch eine Quartiersliga für eine bestimmte Bevölkerungsgruppe. Sie wurde Anfang der 70er Jahre gebaut und ist somit ein Exot. 1970 gab es noch keine U3-Betreuung. Also ist der Kindergarten auch nicht für die heute notwendige Betreuung von Kindern unter drei Jahren ausgestattet. Es fehlen beispielsweise Differenzierungsräume, Schlafräume. Der Bau einer neuen fünfgruppigen Kindertagesstätte Mikado und der damit verbundene Umzug ist eine gute Lösung“, erläuterte Stefan Goesmann die angestrebte Kooperation.

Eine Kooperation, die schon zum Sommer 2018 mit einem Übergangsmodell in die Wege geleitet wird. In einem Gebäude des St. Walburga-Krankenhauses werden zwei Gruppenräume für 15 bis 20 U3-Kinder eingerichtet, um unmittelbar den fehlenden Bedarf in der Kreis- und Hochschulstadt Meschede zu decken. Drei Erzieherinnen in Voll- und Teilzeit (2,6 Vollzeitstellen) werden pro Gruppe entsprechend dem Bedarf an notwendigen Öffnungszeiten für die Betreuung der Kinder von unter drei Jahren eingestellt. Momentan beherbergt die Kindertageseinrichtung „Mikado“ 65 Kinder. In der neuen geplanten, fünfgruppigen Einrichtung ist es angedacht Platz für 90 bis 100 Kinder zu schaffen. Aufgegliedert in drei unterschiedliche Gruppenkonstellationen: 1. Gruppenstärke von zehn Kindern im Alter vier Monate bis drei Jahre, 2. gemischte 20-köpfige Gruppe von zwei bis sechs Jahren und 3. 25-köpfige Kindergruppe ab drei Jahren.

„Die Ampeln stehen auf grün“

„Das ist ein neues, tolles Projekt mit vielen Perspektiven in Zusammenarbeit mit dem Krankenhaus. Die Kontakte zu Investoren sind geknüpft beziehungsweise bestehen. Die LWL hat vorgeprüft und die Ampeln stehen auf grün. Das Projekt wird dem Kreisjugendhilfeausschuss vorgestellt, dann müssen nur noch die Entscheidungen fallen“, so Meschedes Bürgermeister Christoph Weber. „Die neue angestrebte Kindertagesstätte Mikado auf dem Gelände der Alexianer-Misericordia GmbH bietet nicht nur 90 bis 100 Kindern Platz, sie schafft auch neue Arbeitsplätze und ist zudem eine wichtige infrastrukturelle Entscheidung für den Standort Meschede.“ Zusätzlich zu der Kindertagesstätte wird der Bau einer weiteren Kindertageseinrichtung auf dem Grundstück oberhalb der Luziaschule in Berge angestrebt.

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