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Überdimensionales Papierschiff soll auf dem Hennesee schippern

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Der Kölner Künstler Frank Bölter (2.v.l.) freut sich gemeinsam mit den Verantwortlichen der Stadt und des Spirituellen Sommers auf das überdimensionale Faltprojekt
Der Kölner Künstler Frank Bölter (2.v.l.) freut sich gemeinsam mit den Verantwortlichen der Stadt und des Spirituellen Sommers auf das überdimensionale Faltprojekt © Claudia Metten

Meschede – Er ist der Meister der XXL-Faltarbeiten, verbindet seine überdimensionale Origamikunst mit der Alltagswirklichkeit über die Partizipation von Menschen. Die Rede ist von dem Kölner Künstler Frank Bölter, der im Rahmen des „Spirituellen Sommers“ mit dem Schwerpunktthema „Wasser an der Hennetalsperre“ ein spektakuläres Mitmach-Kunstprojekt generiert.

„Wir leben in spannenden Zeiten wo sich viel verändert. Das ist wie bei meinem dreifachen Projekt. Ich weiß nicht, ob es zu 100 Prozent klappen wird“, so Frank Bölter, der bereits vor Jahren mit einem seiner gebastelten Papierschiffe auf dem Rhein unterwegs war. Aus einem riesigen Stück Karton lässt der Künstler am Sonntag, 30. August um 15 Uhr, auf dem Parkplatz oberhalb des Ruderclubs ein Auto entstehen, das dann eine Woche lang dort „parkt“. Eine Woche später, am Sonntag, 6. September ab 15 Uhr, wird auf dem Gelände des Ruderclubs Meschede aus dem Auto ein Boot gefalten, das anschließend zur großen Fahrt auf dem Hennesee ins Wasser gelassen wird. 

„Es ist ein Wahnwitz, mit dem Papierschiff aufs Wasser zu gehen. Für das Projekt brauche ich Leute, die mir helfen. Das Schiff ist aus stabilem Milchkarton gefalten. Dadurch wird die Wahrscheinlichkeit erhöht, dass es nicht so schnell untergeht“, erklärte der Kölner Künstler. Am Samstag, 12. September ab 15 Uhr, wird dann am Welcome-Hotel aus dem Boot ein Haus gefalten, in dem der Origami-Künstler übernachten kann. Insgesamt entstehe laut Bölter an allen drei Tagen eine Geschichte, bei der es weniger um das Objekt selbst geht, sondern mehr um das gemeinsame Tun und anschließende Geschichten erzählen.

"Das Ding wird halten."

Susanne Falk, Leiterin Projektbüro „Spiritueller Sommer“, sieht in dem herausgehobenen Mitmach-Kunstprojekt ein Angebot, das spirituelle Erfahrungen und Ruhe beinhaltet, gleichzeitig aber auch eine Herausforderung und Veränderung sichtbar werden lässt. Laut ihrer Aussage sei die dreiteilige Faltaktion am Hennesee eine sinnliche Erfahrung in der Region, die perfekt zum „Spirituellen Sommer“ passe, der in diesem Jahr nunmehr zum neunten Mal stattfindet. 

„Das Ding wird halten“, lautete die klare Ansage von Meschedes Bürgermeister Christoph Weber. „Der Hennesee ist ein toller Ort für dieses Projekt, weil der Stöpsel gezogen wurde und ein niedriger Wasserstand vorherrscht. Es ist lobenswert, dass trotz erschwerter Rahmenbedingungen die Aktion stattfindet.“

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