Umgestaltung kann beginnen

Startschuss für umfangreiche Arbeiten am Kaiser-Otto-Platz steht bevor

Da aufgrund der Corona-Pandemie der ursprüngliche Info-Abend für die Anwohner nicht wie geplant stattfinden konnte, erhielten Bürger die Möglichkeit, digital Einblick in die nun beginnenden Umbaumaßnahmen zu erhalten.
+
Da aufgrund der Corona-Pandemie der ursprüngliche Info-Abend für die Anwohner nicht wie geplant stattfinden konnte, erhielten Bürger die Möglichkeit, digital Einblick in die nun beginnenden Umbaumaßnahmen zu erhalten.

Das wohl größte Bauprojekt des Jahres 2021 im Mescheder Stadtgebiet steht in den Startlöchern: Die Arbeiten zur Umgestaltung des Kaiser-Otto-Platzes beginnen voraussichtlich am Mittwoch, 13. Januar.

Meschede - Grund für den frühen Baubeginn: Das Projekt ist umfangreich. Ziel ist, die Arbeiten des I. Bauabschnitts – er umfasst den Kaiser-Otto-Platz und die westliche Zeughausstraße – bis zum Spätherbst abzuschließen. „Zu Beginn der Baumaßnahme werden alle Einbauten, Mauern und Beete im Baufeld abgebrochen“, erläutert Michael Klauke, Bauleiter der Stadt Meschede.

Das sei besonders wichtig, damit der beliebte Wochenmarkt auch während der Bauphase immer dienstags und freitags stattfinden kann. Manchmal werde man einen Stand nicht direkt an seinem gewohnten Ort finden, so Michael Klauke: „Aber wir schaffen den Raum, dass es immer genug Platz für alle Marktstände geben wird.“ Im Anschluss erneuert das heimische Kommunalunternehmen Hochsauerlandwasser GmbH (HSW) die Trinkwasserhauptleitung sowie die Straßenbeleuchtung – den Kaiser-Otto-Platz werden künftig drei Leuchtstelen analog zum Vorplatz des HeRuM illuminieren. In allen anderen Bereichen kommen die bereits in der Innenstadt verwendeten Leuchten zum Einsatz.

Die Westnetz GmbH verlegt neue Beleuchtungskabel; der Ruhrverband saniert mittels Liner-Verfahren Abschnitte der Hauptentwässerungskanäle und setzt einzelne Kontrollschächte instand.

Die Zugänge zu den Ladenlokalen bleiben jederzeit erhalten.

Michael Klauke, Bauleiter der Stadt Meschede.

Im Anschluss erfolgen die eigentlichen Straßenbauarbeiten abschnittsweise – analog zum Vorgehen in der bereits umgestalteten Ruhrstraße. Wichtig: „Die Zugänge zu den Ladenlokalen bleiben jederzeit erhalten“, so Michael Klauke. Um die Verschmutzung in den Ladenlokalen auf ein Mindestmaß zu reduzieren, werden auf dem Schotteruntergrund Bauteppiche verlegt.

Gemeinsam mit dem Mescheder Unternehmen Meyer-Tochtrop, das die Arbeiten ausführt, werde man den engen Dialog mit den Anliegern suchen, um je nach Einzelfall Lösungen für die Zugänglichkeit zu finden.

Auch die Lieferparkplätze im Umfeld des Kaiser-Otto-Platzes bleiben weitgehend erhalten – möglich ist allerdings, dass manche Parkplätze je nach Baufortschritt zeitweise nicht nutzbar sind. Die Ein- und Ausfahrt für den Baustellenverkehr erfolgt ausschließlich über die Zeughausstraße.

Durch die Umgestaltung soll der Kaiser-Otto-Platz künftig noch stärker als zentraler Platz im Mescheder Stadtzentrum herausgehoben werden. Optisch wird das durch großformatiges Betonsteinpflaster in den Abmessungen 90 x 30 Zentimeter unterstrichen. Michael Klauke: „Die zukünftigen Gefälleverhältnisse im Platz entsprechen den Vorgaben für barrierefreies Bauen.“ In der Nord-Süd-Achse von Ruhr- bis Steinstraße werden im Rahmen der Umgestaltung fünf Ambarbäumen und eine Platane als Großbaum neu gepflanzt; in der Achse von Stiftsplatz und Zeughausstraße sind es zwölf Zierbirnen.

Mit dem Projekt werden Aufenthaltsqualität und Attraktivität nicht nur des Kaiser-Otto-Platzes, sondern der Mescheder Innenstadt insgesamt gesteigert, so Bürgermeister Christoph Weber. Gleichzeitig bittet er um Verständnis für die Einschränkungen, die bauliche Maßnahmen dieser Größenordnung immer mit sich bringen: „Am Ende aber wird der umgestaltete Kaiser-Otto-Platz genau wie der Umbau der Ruhrstraße zu nachhaltigen, positiven Auswirkungen für Anlieger und Geschäftsinhaber ebenso wie für die Bürgerinnen und Bürger führen.“

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare