"Viele Bürger drückten ihre riesige Enttäuschung aus"

Auch am Sonntag waren die "PRO.FIL'er" wieder für den Erhalt des Bades aktiv. Foto: Oliver Heimann

Kompromissbereitschaft in Sachen Lehrschwimmbad gefragt

[IMGZOOM=import/bilder/R48-HS74854.jpg][/IMGZOOM] Freienohl. (oli)

Seit fast einem Jahr engagieren sich die Aktivisten des Fördervereins PRO.FIL für das Freienohler Lehrschwimmbad. Auf verschiedensten Veranstaltungen in und um Freienohl leisten sie regelmäßig Aufklärungsarbeit, werben Mitglieder und sammeln Spenden zum Erhalt des Bades. Auch am Sonntag trafen Besucher auf dem Weihnachtsmarkt der Firma Rose-Handwerk in Brumlingsen wieder den Vorstand und die Helfer am Stand von PRO.FIL. Durch ihre Arbeit bei der Bevölkerung sind die "PRO.FIL'er" für viele der Ansprechpartner zu allen Fragen rund um das Bad geworden.

Deshalb stand auch das Telefon des Vorsitzenden Michael Severin nach den Negativ-Schlagzeilen zum Verhandlungsstand des Trägervereins mit der Stadt Meschede nicht mehr still. "Viele Bürger aus Freienohl, Berge und Wennemen riefen bei mir an, und drückten — teilweise den Tränen nah — ihre riesige Enttäuschung aus", so Severin, denn nicht nur die mittlerweile fast 600 Mitglieder des Fördervereins hatten große Hoffnung in die Pläne zum Weiterbetrieb des Freienohler Bades gesetzt. Deshalb bittet Severin jetzt, auch im Namen der vielen zum Erhalt des Bades ehrenamtlich Tätigen, um Besonnenheit: "Wir müssen die Verhandlungen auf sachlicher Ebene weiterführen." Dass sich Uli Hess jetzt nochmals für den Erhalt des Bades ausgesprochen hat, wertet der Freienohler als positives Zeichen.

Mit Grevenstein nicht zu vergleichen

In den weiteren Verhandlungen sei nun Kompromissbereitschaft auf beiden Seiten gefragt. Auch dürfe man nicht den Fehler machen, den ganzjährigen Badebetrieb in Freienohl mit dem Saisonbetrieb des Grevensteiner Freibades zu vergleichen, sagt Severin, ohne die großartige Leistung der Grevensteiner schmälern zu wollen.

Auch das Freienohler CDU-Ratsmitglied Gerd Demmel äußerte sich jetzt enttäuscht über das Abreißen der Gesprächsverhandlungen. "Ich möchte, dass der Trägerverein und das engagierte Freienohler Vereinswesen fair behandelt werden. Der Weiterbetrieb des Bades ist mit nur einer kombinierten Lösung aus Verwaltung und Ehrenamt möglich!"

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