"Stille Helden“ greifen nach den Sternen

Vier Sportvereine aus dem HSK mit den "Sternen des Sports 2019" ausgezeichnet

+
Strahlten mit ihren Auszeichnungen um die Wette: Die Vertreter der vier heimischen Vereine, die mit den „Sternen des Sports 2019“ prämiert wurden, im Beisein von Sponsoren und Organisatoren.

Meschede/Hochsauerland - Sie strahlten mit den „Sternen des Sports“ um die Wette, die Vertreter der ausgezeichneten Vereine, die sich herausragend sowohl im sozialen als auch gesellschaftlichen Engagement hervorgehoben haben. Nunmehr zum achten Mal haben die Volksbanken im Hochsauerlandkreis mit Unterstützung des KreisSportBund HSK in feierlichem Rahmen die beliebte Auszeichnung „Sterne des Sports“ im Hennedammhotel in der Kreis- und Hochschulstadt Meschede an vier Sportvereine übergeben.

„Sportvereine führen Menschen zusammen und leisten großartige Arbeit, die für die Gesellschaft sehr wichtig ist. Die Sterne des Sports sind eine Auszeichnung, die Vereine motivieren soll, Maßnahmen zu gründen, die auf die besonderen Probleme vor Ort reagieren. Die Teilnahme an dem Wettbewerb zeigt die hohe Identifikation mit der Region“, fasste Dr. Florian Müller, Vorstandsmitglied der Volksbank Sauerland, zusammen. „8,6 Millionen Menschen arbeiten ehrenamtlich in den 90.000 Sportvereinen. Mit den Sternen des Sports wird den stillen Helden Aufmerksamkeit entgegengebracht.“

2019 haben sich insgesamt 58 Vereine für die „Sterne des Sports“ beworben. Schirmherr der Veranstaltung ist seit Beginn an Landrat Dr. Karl Schneider. „Das sind starke Zahlen. Der Hochsauerlandkreis kann froh und dankbar darüber sein, dass es viele engagierte Vereine für alle Altersklassen gibt. In diesem Wettbewerb wird ihnen die Möglichkeit geboten, ihre Arbeit öffentlich vorzustellen. Mit der Auszeichnung können sie erfolgreich in die Zukunft gehen“, erklärte der sportbegeisterte stellvertretende Landrat Ferdi Lenze, der früher selbst aktiv Fußball beim TuS Eintracht 1900 Heinrichsthal-Wehrstapel gespielt hat.

Der erste Preis: FC Cobbenrode 

Mit dem ersten Preis, dem „Großen Stern des Sports 2019“ in Bronze wurde der FC 1926 Cobbenrode ausgezeichnet. Mit seinem Projekt zur Neuorganisation von Vereinsstruktur und -management für eine nachhaltige Vereinsentwicklung überzeugte der Club die Jury und erntete damit den begehrten Preis, der mit 2.000 Euro dotiert ist. Wie viele kleinere, ländliche Vereine stand auch der FC Cobbenrode vor den Herausforderungen des Demografie- und Wertewandels. In Workshops wurde darum ein Netzwerk geschaffen mit dem Ziel, sich allen wichtigen Fragen in Sachen Vereinsalltag zu stellen: Wie sieht die Zukunft aus? Wie können durch nachhaltiges Handeln Kosten eingespart werden oder wie kann man die Sporthallen den Fitnessstudios ausstattungsmäßig anpassen? Als innovatives Mitglied geht der FC 1926 Cobbenrode nun voran und zeigt anderen Vereinen, welche Möglichkeiten sich aus den gegebenen Herausforderungen ableiten lassen.

Der zweite Preis: TuS Germania Bruchhausen

Den zweiten Preis, dotiert mit einem Preisgeld von 1.500 Euro, erhielt der TuS Germania Bruchhausen, der die Jury durch seine hervorragende Arbeit im Umgang mit Kindern und Jugendlichen mit Entwicklungsschwierigkeiten und Behinderungen überzeugte. Unter dem Motto: „Anders sein ist normal. Ich bin ich!“ werden den benachteiligten Jungen und Mädchen seit 21 Jahren im TuS Germania Bruchhausen viermal wöchentlich Psychomotorik-Kurse angeboten, um die Persönlichkeitsentwicklung zu fördern und zu stärken.

Zwei dritte Preise: SV Hüsten 09 und TV Arnsberg

Gleich zweimal wurde der mit 1.000 Euro dotierte dritte Preis vergeben. Der SV Hüsten 09 erhielt aufgrund seines Einsatzes im Bereich „Klimaneutralität bei Sportveranstaltungen“ die begehrte Auszeichnung. Bereits im März 2018 hat sich die Jugendabteilung mit dem ersten klimaneutralen U19-Länderspiel bundesweit einen Namen gemacht, indem sie beim Warenverkauf auf Verpackungen aller Art verzichtete, einen bewachten Fahrradparkplatz eingerichtet hat und sich zudem mit dem Thema „Fair Trade“ auseinandersetzte.

Ebenfalls den dritten Platz belegte der TV Arnsberg 1861, der sich mit dem Thema „Integration durch Sport“ beworben hatte. Ein ganz neues Sportangebot wurde eingeführt, das Migranten aus Afghanistan mitgebracht hatten. Beim Cricket können die jungen Männer nun unter dem Dach des TV Arnsberg „bowlen“, „batten“ und „fielden“ (werfen, schlagen und fangen).

Für die Teilnahme auf Landesebene qualifiziert

Die vier ersten Plätze erhielten nicht nur die begehrte Auszeichnung, sondern haben sich durch ihren Erfolg für die Teilnahme auf Landesebene qualifiziert. Hier kämpfen alle Sportvereine um die „Sterne des Sports in Silber“. Neben den Platzierten erhielten auch die übrigen Teilnehmer am Wettbewerb wieder eine finanzielle Anerkennung in Höhe von 250 Euro. Insgesamt 20.000 Euro kommen so den teilnehmenden Sportvereinen im Rahmen des Wettbewerbs zugute.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare