Braunshausen, Sundern und Stockum prämiert

„Stille Helden" geehrt: Sterne des Sports in Bronze in Meschede verliehen

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Organisatoren, Sponsoren und Gewinner freuten sich im Beisein von Landrat Dr. Karl Schneider (4.v.l.) gleichermaßen über die „Sterne des Sports in Bronze“. 

Meschede/Hochsauerland. In feierlichem Rahmen wurden am Montagnachmittag im Hennedammhotel in Meschede wieder die „Sterne des Sports in Bronze“ verliehen. Inzwischen zum siebten Mal zeichneten die Volksbanken und Spar- und Darlehenskassen, mit Unterstützung des KreisSportBundes Hochsauerland, Vereine für herausragendes, soziales und gesellschaftliches Engagement aus.

„Die ,Sterne des Sports‘ ehren die gemeinnützige Leistung der Vereine. Insgesamt 7,5 Millionen Menschen arbeiten ehrenamtlich in Vereinen. Sie sind die stillen Helden und ihnen gilt besondere Aufmerksamkeit für ihre Mitmenschlichkeit. Die ,Sterne des Sports‘ sind eine Auszeichnung, die Vereine motivieren soll, Maßnahmen zu gründen, die auf die besonderen Probleme vor Ort reagieren“, erklärte Michael Reitz, Vorstandsmitglied der Volksbank Sauerland eG, in seinem Grußwort.

Braunshausen sichert sich mit Zukunftsprojekt "Sportplus" Platz 1

Beachtliche 57 Vereine haben sich insgesamt um die „Sterne des Sports 2017“ beworben. Mit dem ersten Preis, dem „Stern des Sports in Bronze“ wurde der Sportverein Grün-Weiß Braunshausen ausgezeichnet. Durch sein Zukunftsprojekt „Sportplus für die Lebenswelt im ländlichen Raum“ überzeugte er die Jury und erntete damit den begehrten Preis, der mit 2.000 Euro dotiert ist. 2014 stand der Verein vor der großen Herausforderung ein passendes Konzept für den kleinen Ort – Braunshausen hat 325 Einwohner – zu finden, das zu den Menschen passt. Durch eine Tür-zu-Tür Befragung kam eindeutig heraus: Alle wünschten sich ein Sportangebot in der freien Natur. Von diesem Sommer werden nun durch individuelle Betreuung und Einweisung an Outdoor-Fitnessgeräten Kreislauf, Kraft und körperliche Vitalität, die Beweglichkeit, Koordination sowie Körperbalance trainiert und verbessert.

Den zweiten Preis, dotiert mit einem Preisgeld von 1.500 Euro, erhielt der TuS Sundern Abteilung Tischtennis, der mit seiner hervorragenden Arbeit im Bereich Tischtennis Breiten- als auch Leistungssport die Jury überzeugte. Der TuS Sundern hat die größte Jugendabteilung Deutschlands mit bis zu 13 Jugendmannschaften in verschiedenen Ligen. Erst vor Wenigen Wochen wurde er vom Westdeutschen Tischtennisverband zum „Stützpunktverein“ des Landessportbundes NRW ernannt. Engagement auf Festen, Ferienfreizeiten, Kooperationen mit Grundschule und anderen Vereinen und die Ausbildung neuer Trainer zeichnen den Verein genauso aus, wie eine professionelle Kommunikation in den sozialen Netzwerken.

Die ersten Drei sind für die Landesebene qualifiziert

Über die dritte Auszeichnung, dotiert mit 1.000 Euro, freute sich der SSV Stockum. Dort steht die Jugendarbeit sowie das soziale Engagement im Vordergrund. Innerhalb kürzester Zeit haben sich im Verein drei eigene Seniorenschiedsrichter, sieben Jugendschiedsrichter sowie sechs Schiedsrichter aus Jugendlichen anderer Vereine gefunden.

Die drei ersten Plätze erhielten nicht nur die begehrte Auszeichnung, sondern haben sich durch ihren Erfolg für die Teilnahme auf Landesebene qualifiziert. Hier kämpfen alle qualifizierten Vereine um die „Sterne des Sports in Silber“. Neben den Platzierten erhielten auch die übrigen Teilnehmer am Wettbewerb wieder eine finanzielle Anerkennung in Höhe von 250 Euro. Insgesamt 18.000 Euro kommen so den teilnehmenden Sportvereinen zugute.

Landrat Dr. Karl Schneider, seit der ersten Verleihung Schirmherr der Veranstaltung, äußerte sich lobend über die Vereine und die Vergabe: „Die ,Sterne des Sports‘ sind ein tolles Signal für die ehrenamtliche Arbeit. Die Preise unterstützen den Breitensport im Sauerland und den Vereinen wird die Chance gegeben, ihre Arbeit öffentlich darzustellen. Ich bin beeindruckt von den Ideen, die in diesem Wettbewerb auf den Tisch kamen. Sie stehen für Integration und Gesundheit, sind eine Klammerfunktion in der Gesellschaft.“

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