Waldbauern setzen Zeichen

Zentraler Gedenkgottesdienst für Kyrill-Opfer in Meschede

+
Der Vorsitzende der Waldbauern NRW Dr. Philipp Freiherr Heereman und sein Vize Ferdinand Funke luden zum Kyrill-Gedenkgottesdienst.

Meschede. Der Sturm Kyrill verursachte vor zehn Jahren nicht nur Sachschäden in den lokalen Wäldern, sondern die anschließenden Aufräumarbeiten forderten auch menschliche Opfer. Mit einem Gedenkgottesdienst in der Kirche St. Walburga hat der Waldbauernverband NRW jetzt an die Forstarbeiter erinnert, die in Nordrhein-Westfalen ihr Leben gelassen haben.

„Die Unfälle sind vor allem bei den Aufforstungsarbeiten passiert“, sagte der Vize-Vorsitzende des Waldbauernverbandes NRW Ferdinand Funke vor der Gedenkveranstaltung in Meschede.

Damit bezieht er sich auf die besondere Gefahr, die Forstarbeiten nach einem Sturm mit sich bringen können. Die unkontrolliert gestürzten und verkeilten Bäume stehen häufig unter nicht kalkulierbaren Spannungen und sorgen für eine ständige Bedrohung für die Waldarbeiter. Alleine bei den Kyrill-Aufräumarbeiten in NRW kam es zu acht Toten und über 800 Verletzten.

Positive Aspekte hervorheben

„Wir haben gedacht, dass so ein Gottesdienst das richtige ist um an Kyrill und seine Opfer zu erinnern. Wir wollen auch dafür bitten, dass wir vor weiteren Naturkatastrophen verschont bleiben.“

Trotz der tragischen Folgen unterstrich der Vize-Vorsitzende, dass Kyrill auch für positive Effekte gesorgt hat. So habe der Sturm den Zusammenhalt unter den Waldbauern gestärkt.

„Der Gedenkgottesdienst ist daher auch für alle Waldbauern und nicht nur für Mitglieder des Verbandes“, sagte Funke, der zugleich Vorsitzender der Bezirksgruppe Olpe ist. „Meschede ist als Herz von Südwestfalen genau richtig für den Gottesdienst.“ Auch in Bezug auf die materiellen Folgen von Kyrill zog Funke ein positives persönliches Fazit: „Die 16 Millionen Festmeter Sturmholz konnten wir verkaufen und die zerstörten Waldflächen sind zu Mischwäldern aufgeforstet worden. Das ist auch gut in Bezug auf den Klimawandel, denn Fichten, Douglasien und Laubhölzer sind nicht so anfällig für Stürme.“

Damit haben die Waldbauern Maßnahmen getroffen, damit nicht nur die Sachschäden, sondern auch die damit verbundenen tragischen Auswirkungen eines erneuten Orkantiefs in Zukunft vermieden werden können.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare