„Plakativ“ für die Kultur

Werkkreis Kultur Meschede will mit Plakataktion Vorfreude wecken

Plakataktion Werk Kulturkreis Meschede
+
Wollen mit der Plakatkation nicht nur auf 40 Jahre kulturelle Highlights zurückschauen, sondern auch den Blick nach vorne richten: (v.l.) Josef Grawe, Christiane Arens und Jürgen Alliger.

Der WKM Werkkreis Kultur Meschede hatte die Idee, in Zeiten der Veranstaltungsflaute aufgrund der Corona-Pandemie die Stadt wieder plakativ mit Leben zu füllen. Allerdings nicht mit Plakaten von kommenden Veranstaltungen, die dann doch nicht stattfinden können, sondern mit kulturellen Highlights aus den vergangenen 40 Jahren.

Meschede - Gesagt, getan: Schnell das Stadtmarketing mit ins Boot geholt, und ein Ladenlokal klargemacht. Gefunden hat man ein attraktives, leerstehendes Geschäftslokal direkt am Winziger Platz zwischen Hennetreppe und herum. Der Dank der Verantwortlichen geht hier an Getränke Ricke, die ihre Schaufenster als Präsentationsfläche zur Verfügung stellen.

„Das Schwierigste an dem Projekt war, aus der Vielzahl der Plakate einen kleinen, repräsentativen Teil aus den schon wahrlichen Kunstwerken auszusortieren“, erklärt der WKM. Einige Schätzchen seien dabei, wie z.B. BAP 1982 in Meschede. Früher, man kann es sich kaum noch vorstellen, versuchten die Fans alle gekleisterten Plakate aus den Bushaltehäuschen sauber abzulösen, um sie dann zuhause im Jugendzimmer auszuhängen. Die Plakatdokumentation soll natürlich Lust machen auf die kommenden Veranstaltungen nach der Pandemie. „Ein Neustart kann nur gelingen, wenn das Publikum die Kultur wieder annimmt, und neue Besucherzielgruppen erreicht werden“, wissen die Verantwortlichen. Eine Besichtigung unter freien Himmel kann Corona-konform rund um die Uhr besucht werden. Die Aktion läuft innerhalb des Projektes „Heimat-Shopper“ vom Stadtmarketing Meschede.

Hintergrund: Um die Nachhaltigkeit der Kultur zu mobilisieren, hat die kulturpolitische Gesellschaft Bonn kollektiv aufgerufen Strategien zu entwickeln, und dabei das emanzipatorische Potenzial der Künste auszuschöpfen – für die Gestaltung einer humanen Gesellschaft und als Beitrag für eine gemeinsame Zukunft. Der Verantwortung möchten sich alle Veranstalter in Meschede sehr gerne stellen, damit die Kultur wieder an Fahrt aufnimmt.

Im September wird sich der WKM auf dem Stadthallenvorplatz präsentieren, und auch kulturelle Veranstaltungen an der Hennestiege aufführen. Der genaue Termin und das Programm werden noch rechtzeitig bekannt gegeben.

Das könnte Sie auch interessieren

Kommentare