Wohnheim für Flüchtlinge

Stadt Meschede mietet für die Unterbringung von Asylbewerbern Gebäude an

Das Wohnheim I des St.-Walburga-Krankenhauses in Meschede bietet Ein- und Zweiraumappartements für zunächst 60 Flüchtlinge. Foto: Bernhard Fischer

Meschede. Die Stadt Meschede mietet zum 1. März das Wohnheim I des St.-Walburga-Krankenhauses in Meschede zur Unterbringung von Flüchtlingen an. Das Wohnheim steht seit Jahren in weiten Teilen leer und wurde nur wenig genutzt. Am Schederweg entsteht jedoch keine Erstaufnahme-Einrichtung. Leben werden dort Flüchtlinge, die den Ausgang ihres Asylverfahrens abwarten müssen.

Umbauarbeiten sind nicht erforderlich. Das Wohnheim ist mit Ein- und Zweiraumappartements mit jeweils eigener Nasszelle ausgestattet. Es gibt Gemeinschaftsküchen. Die Zimmer sind möbliert.

Platz ist für zunächst 60 Personen. Die Nutzung wird kurzfristig aufgenommen. Die ersten Bewohner werden auch bereits im März einziehen. Die Struktur wird gemischt sein: Familien, Mütter mit Kindern, aber auch Einzelpersonen.

Anja Rapos, Geschäftsführerin der St.-Walburga-Krankenhaus Meschede GmbH, erklärte, den bisherigen Bewohnern habe man bereits eine alternative Unterbringung im benachbarten Euthymia-Wohnheim angeboten und die beiden oberen Etagen dafür frisch renoviert. Die Trägergesellschaft des Krankenhauses, die Alexianer, mit Sitz in Münster haben dort im Umfeld der Stadt Münster bereits drei ähnliche Einrichtungen in gleicher Weise vermietet und bisher keinerlei negative Erfahrungen gemacht, betont Anja Rapos in einer Mitteilung an die Schwestern sowie und Mitarbeiter. Sie hofft auf ein gutes Miteinander: „Vielleicht ergeben sich zwischen den Bewohnern der verschiedenen Wohnheime ja auch Anknüpfungspunkte für persönliche Kontakte.“

Für die Stadt Meschede ist die Anmietung des Wohnheims „ein wichtiger Baustein im Handlungsfeld Flüchtlingsunterbringung“, wie Wolfgang Sträter, Leiter des Fachbereichs Ordnung, betont. Die Gespräche darüber laufen bereits seit längerer Zeit.

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