Bauvorbereitungen am Meschede Center laufen

Ein Zaun als Startsignal

Der Bauzaun rund um das ehemalige Hertie-Gebäude ist der erste sichtbare Beweis dafür, dass das geplante Meschede Center tatsächlich kommt. Foto: Lars Lenneper

Es tut sich was am Meschede Center – und zwar deutlich sichtbar. Mit großen Bauzäunen wurde am Montag ein weitflächiges Areal um das ehemalige Hertie-Gebäude und die Stadthalle abgesperrt. Investor Hubert Bövingloh bestätigt auf Anfrage, dass die Vorbereitungsmaßnahmen nun konkret werden.

„Ich glaube nicht nur daran, sondern ich weiß, dass es kommt. Bereits im Januar werden wir vielen Kritikern und Skeptikern zeigen, dass es sich manchmal sehr wohl lohnt, einen langen Atem zu haben.“ Mit diesen markigen Worten bezog Bürgermeister Uli Hess im exklusiven Jahresabschlussinterview am 28. Dezember 2014 im Kurier Stellung zu den Gerüchten rund um das Meschede Center.

Mag der ein oder andere diese optimistische Prognose damals noch angezweifelt haben, so wird er nun eines Besseren belehrt. Denn keine vier Wochen später kommt tatsächlich spürbar Bewegung in die schier unendliche Geschichte rund um das ehemalige Hertie-Kaufhaus.

Investor Hubert Bövingloh bestätigt auf Anfrage, dass die heiße Phase der Vorbereitungen begonnen hat. Die Bauzäune seien aufgestellt worden, da zurzeit zahlreiche Gas-, Elektro-, Hausanschluss- und Wasserleitungen verlegt werden müssen, um diese „aus dem späteren Baufeld heraus zu leiten“. Er rechnet damit, dass diese Maßnahmen bis Mitte Februar abgeschlossen sind. Zeitlich will er sich aber nicht unter Druck setzen lassen. „Die Vorbereitungen für solch ein Bauvorhaben sind eben sehr kompliziert“, betont der Investor nach wie vor, erklärt aber zugleich, dass viele Weichen auch schon gestellt sind. So seien beispielsweise die Aufträge für die Handwerker bereits vergeben, zudem „über 80 Prozent“ Flächen im Meschede Center vermietet.

Dazu zählt laut Bövingloh auch ein fest verpflichteter Ankermieter, mit einem zweiten stehe man zurzeit in aussichtsreichen Verhandlungen. Namen wollte der Investor indes nicht kommentieren: „Wir haben Stillschweigen mit den Verantwortlichen vereinbart.“

Auf die Frage, ob für ihn angesichts der teils vehementen Kritik an den ständigen Verzögerungen nun eine gewisse Portion Genugtuung aufkommt, reagiert Hubert Bövingloh, der ausdrücklich die stets offene und „angenehme Zusammenarbeit“ mit der Stadt Meschede betont, gelassen: „Wissen Sie, wir sind das doch gewohnt. Wir haben uns davon nie aus der Ruhe bringen lassen“.

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