Nasser Winter tut gut

Nach Rekord-Sommer: Pegelstände der Stauseen in der Region haben sich erholt

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Der Wasserstand des Möhnesees hat sich dank der regenreichen Winters ziemlich schnell normalisiert.

Sauerland – Der aktuelle Winter war im Einzugsgebiet der Ruhr nasser als gewöhnlich, damit wurde die vorangegangene zehnmonatige Trockenheit mit beeindruckenden Niederschlagswerten beendet. Das haben die Auswertungen des Ruhrverbands für die Monate Dezember bis Februar ergeben.

Vor mehr als 90 Jahren hat der Ruhrverband mit seinen Aufzeichnungen über das Temperatur- und Niederschlagsgeschehen begonnen, ein Ergebnis: Nur zehn dieser mehr als 90 Jahre habeen einen noch nasseren Winter gebracht. 

Dafür waren vor allem die Monate Dezember und Januar mit 57 sowie 50 Prozent mehr Niederschlag als im langjährigen Mittel verantwortlich. Im Februar 2019 hingegen lag die Regenmenge nur bei drei Vierteln des jahreszeitüblichen Wertes.

Imposante Eindrücke: Der (fast) leere Möhnesee aus der Luft

Talsperren haben sich von Trockenheit erholt

In der Gesamtbetrachtung ergibt dies für den Winter 2018/19 einen Niederschlagsüberschuss von 32 Prozent gegenüber dem Durchschnitt der Jahre 1927 bis 2017. Erfreulicherweise, so der Ruhrverband, habe sich das Talsperrensystem im Sauerland dank dieser ergiebigen Niederschläge von den außergewöhnlichen Belastungen der Vormonate erholt.

Noch Anfang Dezember hatte der Gesamtfüllstand aufgrund der sehr hohen Wasserabgaben bei 42,5 Prozent vom Vollstau gelegen. Das war der niedrigste Stand für diese Jahreszeit seit dem noch extremeren Trockenjahr 1976.

Stausee als "Trockenwüste": Niedrigwasser am Hennesee

In den Folgewochen sei dann jedoch ein kontinuierlicher Aufstau zu verzeichnen gewesen, so dass alle Talsperren des Ruhrverbands zusammen am 28. Februar mit 85,4 Prozent vom Vollstau der Jahreszeit entsprechend voll waren. Prozentual gesehen das meiste Wasser führen derzeit (Stand 12. März, 12 Uhr) der Biggesee (95,5 Prozent des Vollstaus) und der Hennesee (93,5 % des Vollstaus). Der Möhnesee ist momentan zu 87,4 Prozent gefüllt und am "leersten" ist der Sorpesee mit 73,7 Prozent des Vollstaus.  

Das Talsperrensystem als Garant für die Wasserversorgung von 4,6 Millionen Menschen sei damit auch für eine etwaige Wiederholung des letztjährigen „Supersommers“ gut gerüstet, so der Ruhrverband. 

Wassertemperatur wärmer als üblich

Die Temperaturen im Einzugsgebiet beobachtet der Verband mit Sitz in Essen ebenfalls: Mit einer mittleren Temperatur von 3,0 Grad war der Winter 2018/19 um 1,8 Grad wärmer als die Referenzperiode 1981 bis 2010.  Nur neun Winter in den vergangenen 137 Jahren seien noch wärmer gewesen.

Versunkene "Schätze": Niedrigwasser am Sorpesee

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