„Sichtbares Zeichen setzen“

Nahost-Konflikt: AfD fordert Israel-Beflaggung an allen Kreis-Gebäuden

Die AfD-Kreistagsfraktion fordert, dass an Gebäuden des Hochsauerlandkreises die Flagge Israel gehisst wird.
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Die AfD-Kreistagsfraktion fordert, dass an Gebäuden des Hochsauerlandkreises die Flagge Israel gehisst wird. (Symbolfoto)

Der Nahost-Konflikt zwischen Israel und Palästinensern hat in den vergangenen Tagen wieder dramatische Ausmaße genommen. Die AfD fordert nun, dass der Hochsauerlandkreis ein sichtbares Zeichen setzt.

Hochsauerland - Täglich erreichen uns neue Schreckensnachrichten und -bilder aus dem Nahen Osten: Das israelische Militär und militante Palästinenser beschießen sich jeden Tag aufs Neue mit Raketen und richten im Gebiet des Gegners Zerstörung und Verwüstung an. Täglich werden weitere Todesopfer des Nahost-Konflikts gemeldet.

Die AfD fordert jetzt in einem Eilantrag für die Sitzung des Ältestenrats des Kreistags am Donnerstag, 20. Mai, dass im Hochsauerlandkreis ein Zeichen gesetzt wird - und zwar pro Israel: „Der Landrat des Hochsauerlandkreises wird aufgefordert, als Zeichen der Solidarität und in Anerkennung des Selbstverteidigungsrechts Israels, die israelische Nationalflagge mit dem blauen Davidstern an allen, dem Hochsauerlandkreis zugehörigen Liegenschaften, bis zum Ende der terroristischen Angriffe seitens der Hamas auf Israel, oder anderer terroristischer Gruppierungen, zu hissen“, heißt es dort.

Nahost-Konflikt: AfD HSK fordert Israel-Beflaggung an allen Kreis-Gebäuden

Angesichts es erneuten bewaffneten Konflikts im Nahen Osten sei es jetzt „wichtig und unabdingbar“, ein „sichtbares Zeichen für Solidarität mit dem Staat Israel und gegen den um sich greifenden, widerlichen Judenhass zu setzten“, wie die Kreistagsfraktion der AfD in ihrem Eilantrag schreibt.

Dass Bundeskanzlerin Angela Merkel sich solidarisch mit Israel gezeigt habe, reiche alleine nicht aus. Stattdessen seien momentan „klare öffentliche Zeichen der Unterstützung für das Selbstverteidigungsrecht Israels“ besonders wichtig. „Die AfD im Hochsauerlandkreis steht fest an der Seite Israels! Antisemitismus darf in Deutschland nie wieder eine Chance haben“, heißt es in dem Antrag.

AfD im HSK: „Antisemitismus muss bekämpft werden“

In Deutschland gebe es derzeit „vielerorts ein Erstarken von Antisemitismus“, was die AfD mit Vorfällen in Gelsenkirchen, Solingen, Düsseldorf, Münster und Bonn in den vergangenen Tagen belegt. „Jüdische Kinder werden an Schulen gemobbt, in einigen Städten in NRW kann es gefährlich sein, sich in der Öffentlichkeit als Jude zu bekennen, israelische Flaggen werden öffentlich verbrannt oder entwendet“, erklärt die Kreistagsfraktion.

Für die AfD im HSK sei der Antisemitismus „ein Übel, das bekämpft werden muss. Wir sind dem Staat Israel und allen Menschen jüdischen Glaubens in besonderer Weise verbunden und wir akzeptieren nicht, wenn Juden oder der Staat Israel beleidigt, oder wie aktuell, mit Raketengewalt angegriffen und Menschen, nur wegen ihres jüdischen Glaubens, dadurch verletzt oder gar getötet werden.“ Daher soll nach Ansicht der Partei nun ein sichtbares Zeichen gesetzt werden, indem an Gebäuden des Hochsauerlandkreises die Flagge Israels gehisst wird.

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