Elleringhauser Dorfgemeinschaftverein gestaltet Zukunft

Alte Schule im Blick

„Wir sind jetzt handlungsfähig“, so begann Barbara Passon, die Erste Vorsitzende des neuen Dorfgemeinschaftsvereins „Elleringhausen hat Zukunft “, in der ersten turnusgemäßen Mitgliederversammlung ihre Begrüßungsrede.

Neben den obligatorischen Tagesordnungspunkten wurden die seit Gründung im Juli 2012 durchgeführten und geplanten Veranstaltungen besprochen.

So zählt zu den Aufgaben die „Aktion Sauberes Dorf – schönes Elleringhausen“ im Frühjahr, die „Dorf-Bürgerversammlung“ im Frühsommer und der „Dorf-Adventskalender“ im Dezember. Zudem kam 2013 der dritte Elleringhauser Weihnachtsmarkt. Im nächsten Jahr soll zudem am Dorfwettbewerb „Unser Dorf hat Zukunft“ teilgenommen werden. Außerdem sind unter dem Dach des Dorfvereins derzeit acht Dorfmarketing-Arbeitskreise aktiv. Barbara Passon und Ortsvorsteher Karl-Josef Busch baten alle Mitglieder, die Werbetrommel für weitere Mitgliedschaften zu rühren. „Nur bei einer ausreichenden Anzahl von Mitgliedsbeiträgen und Spenden können durch unseren Dorfverein die gewünschten Investitionen angegangen werden“, so Kassenführer Paul Balkenhol. Ziel ist beispielsweise die Aufstellung von weiteren Ruhebänke- und Liegebänken und einer Wandertafel im Fachwerkviertel. Vorsitzende Passon wies in ihrem Jahresbericht auch darauf hin, dass der Gewerbe- und Verkehrsverein im August aufgelöst worden ist.

Ein Schwerpunkt der Mitgliederversammlung war das Regionale- und Leader-Projekt „Alte Schule Elleringhausen“. Dorfmarketingsprecher Jörg Stralka berichtete über den Sachstand. Nachdem im April der Förderbescheid zur Erstellung eines Nutzungskonzeptes eingegangen war, wurden umgehend die Aufträge zur Erstellung eines Raum- und Freiraumprogramms und einer Wirtschaftlichkeitsbetrachtung erteilt. Eine Herausforderung war und ist die Berücksichtigung des Denkmalschutzes. Auf Basis des einstimmig beschlossenen Raumprogramms soll nunmehr die Wirtschaftlichkeitsbetrachtung fertiggestellt werden. Außerdem sollen im Zuge des Nutzungskonzeptes weitere Fachfragen geklärt und ein Trägermodell entwickelt werden.

Neue Angebote im Jugendraum

Nach Einarbeitung diverser redaktioneller Änderungen soll das Raumprogramm noch im Jahresverlauf im Internet unter www.elleringhausen.de veröffentlicht werden. Wichtige Nutzungsbausteine sind laut Stralka beispielsweise der Erhalt des Jugendraums mit Angebotserweiterungen. So könnten sich Kinder und Jugendliche bei einer Projektumsetzung zukünftig auch außerhalb der KLJB-Zeiten treffen. Sie könnten den Multifunktionsbereich nutzen inklusive neuem Spieleraum. Der Multifunktionsbereich ist für Jung und Alt konzipiert und soll als sogenanntes Dorfgedächtnis die Elleringhauser Dorfgeschichte lebendig halten. Wichtige Bilder, Bücher, Urkunden, Gegenstände und Vereinsunterlagen könnten zudem zukünftig in einem Dorf- und Vereinsarchiv gesichert werden. Außerdem bietet der Keller eine Lager- und Werkstattfläche für die örtlichen Arbeitskreise. Die Sicherung der örtlichen Versorgung in Verbindung mit Angebots- und Serviceverbesserungen soll durch eine mittelfristige Verlagerung des Dorfladens erfolgen. Mieteinnahmen und Synergieeffekte soll der Umbau der Wohnungen zu einem Ferienhaus für bis zu 14 Gäste bringen. Ein Klassenraum könnte zukünftig gewerblich vermietet werden. Alle Nutzungsbereiche sollen barrierefrei erreichbar sein. Dreh- und Angelpunkte im Außenbereich sind zwei thematische Begegnungsflächen auf dem bisherigen Schulhof.

Des Weiteren soll durch eine Wohnungsbaugenossenschaft ein barrierefreies Mehrparteien-Wohngebäude für Jung und Alt entstehen. Sobald das Nutzungskonzept und Finanzierung stehen, soll eine Projektvorstellung im Rahmen einer Bürgerversammlung erfolgen.

Elleringhausen hat somit weiterhin die Chance, über die Regionale-Projektreihe „LandLebenHeimat – Bürger machen Dorf“ Fördermittel zur Maßnahmenumsetzung zu erhalten. „Eine Umsetzung ist aber nur möglich, wenn sich das Projekt rechnet und weitere Elleringhauser im Arbeitskreis „Alte Schule“ und im Zuge der Umsetzung aktiv mitwirken“, so der deutliche Hinweis von Dorfmarketingsprecher Stralka. Wer Interesse hat, könne sich an AK-Sprecher Ulrich Schmidt, Ortsvorsteher Karl-Josef Busch oder die Vorstandsmitglieder vom Dorfverein wenden.

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