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Beim Heizen Strom erzeugen

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Die OTAG-Geschäftsführer Franz-Josef Schulte (m.) und Ulrich Schmidt (l.) und Olsberg-Geschäftsführer Ralf Kersting (r.) werden zukünftig zusammenarbeiten. Foto: HEimann
Die OTAG-Geschäftsführer Franz-Josef Schulte (m.) und Ulrich Schmidt (l.) und Olsberg-Geschäftsführer Ralf Kersting (r.) werden zukünftig zusammenarbeiten. Foto: HEimann

OTAG produziert "lion"-Heizkraftwerk gemeinsam mit Olsberg

Olsberg. (oli)

Als einen der "möglichen tragenden Zukunftspfeiler" der Firma Olsberg bezeichnet Geschäftsführer Ralf Kersting die neue Kooperation mit der Firma OTAG. Der traditionsreiche Olsberger Gießereibetrieb und Heizungsbauer wird für das Startup-Unternehmen aus Bruchhausen Teile der Produktion des neu entwickelten "lion Powerblocks" übernehmen."Eine Heizung, die bis zu 100 Prozent der Ausgangsenergie eines Brennstoffs umsetzen und zusätzlich noch bis zu 80 Prozent des Strombedarfs von Ein- bis Dreifamilienhäusern erzeugen kann" — so stellte Geschäftsführer Franz-Josef Schulte das Produkt der Firma OTAG vor, das man jetzt gemeinsam mit der Firma Olsberg in Serie produzieren wird. Möglich wird dies durch den selbst entwickelten Linator (Liniengenerator). Der zurzeit mit Gas betriebene Brenner des Powerblocks erhitzt Wasser zu Prozessdampf, der dann zu Strom umgewandelt wird.

Den Gedanken Strom selbst zu erzeugen, hatten die Firmengründer Franz-Josef Schulte und Ulrich Schmidt schon länger. Umgesetzt werden konnte er erst durch die Schaffung der gesetzlichen Rahmenbedingungen im Jahr 1998. Eine Änderung des Energiewirtschaftsgesetzes erlaubte es seit dem auch Privatpersonen und Unternehmen, eigenen Strom zu erzeugen und in das Stromnetz einzuspeisen. Mit einem anfangs sechsköpfigen Team entwickelte das damals neu gegründete Startup-Unternehmen dann den Kraftwärmekoppler "lion" und stellte ihn im März 2003 erstmals der Öffentlichkeit vor. Es folgten verschiedene Feldtests und die Entwicklung bis zur Vorserie im September 2006. Mittlerweile hat man 200 Geräte in Deutschland und der Schweiz installiert. Gemeinsam mit der Firma Olsberg will man in diesem Jahr 500 weitere Geräte des mit Umwelt- und Innovationspreisen prämierten Blockheizkraftwerkes bauen (über 300 Öfen sind nach Angaben von OTAG in diesem Jahr bereits bestellt). "Unser Ziel ist es jetzt, die Fertigung in unserem Hause weiterzuentwickeln", erklärte Olsberg-Vorstand Ralf Kersting. Zurzeit werden das Gehäuse und der Einbau erster Komponenten in einem speziell dafür abgeteilten Bereich des Olsberger Werkes produziert. Der Einbau der Gastherme und des "Linators" findet dann in Bruchhausen statt. Eine spätere komplette Verlagerung der Produktion zur Firma Olsberg halten die OTAG-Geschäftsführer für denkbar. Entwicklung und Vertrieb sollen aber weiterhin von Bruchhausen aus geschehen.

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