Drei neue MobilitätsPaten in Olsberg

Bürger mobil machen

Frank Kreutzmann aus Elpe.

Sie nennen sich MobilitätsPaten und möchten Menschen dabei behilflich sein, den Nahverkehr für sich wiederzuentdecken.

Frank Kreutzmann aus Elpe, Martin Funke aus Antfeld und Sibylle Lange aus Olsberg sind drei engagierte Olsberger, die ehrenamtlich in Sachen Bus und Bahn beraten.

„Mobilität ist gerade in ländlich strukturierten Regionen wie der unseren ein wichtiges Stück Lebensqualität, insbesondere für ältere Menschen“, weiß Frank Kreutzmann. Doch oftmals gibt es Berührungsängste. Wer lange nicht mehr mit Bus oder Bahn unterwegs war, hat viele Fragen: Wo gibt es Informationen zum Fahrplan, welches Ticket ist das Richtige für mich, was muss ich bei einem Umstieg beachten? Bei der Antwort können die MobilitätsPaten helfen.

Für Sibylle Lange steht fest: „Wenn man sich mit dem Thema beschäftigt, wird schnell klar, dass es eigentlich gar nicht so schwierig ist mit Bus und Bahn unterwegs zu sein“. Problematisch ist häufig nur der erste Schritt.

Und genau da setzen die MobilitätsPaten an. „Wer möchte, kann sich mit uns in Verbindung setzten und wir sprechen in Ruhe alle offenen Fragen durch“, erläutert Martin Funke die Vorgehensweise. Der Service ist kostenlos. Zum Konzept gehört, dass die MobilitätsPaten direkt vor Ort, in ihrem Ortsteil, als persönliche Ansprechpartner zur Verfügung stehen. Deshalb würden sich die drei Olsberger freuen, wenn sich noch weitere Menschen mit Interesse am Nahverkehr für dieses Ehrenamt finden lassen.

Kontaktaufnahme per Telefon

Auf ihre Beratungstätigkeit werden alle MobilitätsPaten bei der RLG Regionalverkehr Ruhr-Lippe GmbH gut vorbereitet. Der Projektleiter Gregor Speer erläutert: „Wir führen regelmäßig Grundschulungen durch, die durch Tarifschulungen ergänzt werden.“Das kommunale Nahverkehrsunternehmen steht in ständigem Kontakt zu den MobilitätsPaten, von denen es im gesamten Hochsauerlandkreis 15 gibt. „Bei schwierigen Fragen sind wir jederzeit ansprechbar und helfen den MobilitätsPaten weiter“, so Speer.

Die Kontaktaufnahme mit den MobilitätsPaten ist per Telefon möglich. Martin Funke ist unter % 0 29 62 / 39 43 oder 01 75 / 3 60 85 93 erreichbar. Frank Kreuzmann unter % 01 51 / 61 21 65 83. Sibylle Lange unter % 01 75 / 2 51 12 00. Wer gerne mit den Menschen in seinem Ort oder Ortsteil über das Bus- und Bahnfahren sprechen möchte und Interesse hat, sich als MobilitätsPate zu engagieren, kann sich bei der RLG unter info@rlg-online.de melden.

Baustein des Projekts „mobil4you“

Die Idee, mit Unterstützung von MobilitätsPaten eine möglichst persönliche Beratung vor Ort zu bieten, um Bürgern bei Mobilitätsfragen zu unterstützen, ist ein Baustein des Gesamtprojektes mobil4you. Projektleiter Gregor Speer erläutert: „Mit mobil4you werden innovative Maßnahmen zur Förderung der Mobilität im ländlichen Raum umgesetzt.“ Der Hochsauerlandkreis, der Kreis Soest und das Land NRW fördern das Projekt finanziell. „Wir versprechen uns von den MobilitätsPaten, dass sie Menschen, die erstmals oder nach langer Zeit wieder Bus und Bahn nutzen möchten, motivieren können, einzusteigen und mitzufahren“, so Speer. Denn nur wenn Busse und Bahnen möglichst viel genutzt werden, ist das Verkehrsangebot auch im ländlichen Raum für die Zukunft gesichert.

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