Knappe Kiste in Olsberg

Bürgermeister Wolfgang Fischer entscheidet enges Duell für sich

Zeigte sich nach einem spannenden Wahlabend sichtlich erfreut und erleichtert: Der alte und neue Olsberger Bürgermeister Wolfgang Fischer, hier gemeinsam mit seiner Frau Elke Menke.
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Zeigte sich nach einem spannenden Wahlabend sichtlich erfreut und erleichtert: Der alte und neue Olsberger Bürgermeister Wolfgang Fischer, hier gemeinsam mit seiner Frau Elke Menke.

Olsberg – Mit einem blauen Auge davon gekommen ist Bürgermeister Wolfgang Fischer in Olsberg. Trotz Verlusten von 7,02 Prozentpunkten im Vergleich zu seinem Ergebnis von 2014 sicherte sich der CDU-Politiker mit 55,06 Prozent aller Stimmen eine weitere Amtszeit.

In einer Neuauflage des Duells aus der vergangenen Kommunalwahl zog SPD-Kandidate Peter Rosenfeld erneut den Kürzeren, wusste aber mit 44,94 Prozent (+ 7,02 Prozent) ein starkes Ergebnis einzufahren. Insbesondere vor dem Hintergrund der teils dramatischen Verluste der Sozialdemokraten in den anderen Kommunen ein überaus respektables Resultat, welchem auch der neue und alte Bürgermeister Wolfgang Fischer „großen Respekt“ zollte.

Entsprechend positiv gestimmt zeigte sich Peter Rosenfeld auch im Anschluss. „Ich bin froh über das Ergebnis. Es zeigt, dass wir einen guten Wahlkampf geführt haben. Wir haben die Wahlbezirke in den Dörfern gewonnen. Daran sieht man, dass die Dörfler mit der derzeitigen Politik unzufrieden sind. Wir werden im neuen Rat eine engagierte Sachpolitik machen“, versprach der unterlegene Bürgermeisterkandidat.

Doch auch der wiedergewählte Amtsinhaber versprach, dass nach den wichtigen Investitionen in der Kernstadt jetzt die Dörfer dran seien. Insgesamt zeigte sich Wolfgang Fischer trotz des durchaus knappen Wahlausgangs zufrieden: „Ich freue mich, dass ich mit einem satten Ergebnis wiedergewählt worden bin.“

Bei der Ratswahl wiederum hatten beide etablierten Parteien große Verluste zu verzeichnen. Um 6,54 Prozent fiel die CDU auf 49,78 Prozentpunkte zurück und verpasste somit die absolut Mehrheit, während die SPD Einbußen von 5,87 Prozent hinnehmen musste und auf 27,69 Prozent kam. Die Grünen verbesserten sich leicht auf 13,16 Prozent, Die Linke kam in der Heimatstadt der Landratskandidatin Brigitte Mauthner auf 2,05 Prozent der Stimmen. Großer Gewinner in Olsberg ist die FDP, die erst 2018 einen eigenen Ortsverband gründete und auf Anhieb mit 7,32 Prozent gleich zwei Sitze im Stadtrat für sich verbuchen kann.

„Wir werden bunter im Rat“, lautete daher das pragmatische Fazit von Bürgermeister Wolfgang Fischer.

Kommunalwahl in Olsberg 2020

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